Topografie der Erinnerungen
Ausstellung von Lukas Birk im vorarlberg museum eröffnet am 17. April
Zehn persönliche Geschichten machen den Zweiten Weltkrieg als weltumspannendes Ereignis begreifbar. Fotograf und Weltreisender Lukas Birk hat historische Schicksale basierend auf fundierter Recherche zu literarisch verdichteten Biografien verarbeitet.
Eine indische Krankenschwester, ein Feldkoch aus Kenia, ein japanischer Soldat, eine philippinische Guerillaführerin oder eine von Stalin deportierte Krim-Tatarin – sie alle erzählen in der Ich-Perspektive von Krieg, Verlust und Hoffnung. Ihre Stimmen verbinden sich durch Fotografien, Karten, Archivmaterialien und Tonaufnahmen zu einer vielschichtigen Erzählung. Die Ausstellung gibt eine Vorstellung davon, wie Menschen in verschiedenen Erdteilen den Zweiten Weltkrieg erlebt und erinnert haben – jenseits europäischer Perspektiven und vertrauter Erinnerungskulturen. Sie ist vom 18. April bis 5. Juli im Atrium bei freiem Eintritt zu sehen.
Obwohl Lukas Birk mit historischen Themen arbeitet, ist er kein Geschichtswissenschaftler. Seine künstlerische Praxis nutzt erzählerische Mittel, ohne die Realität zu verfälschen. „Fiktion ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit, jedoch nicht, um Unwahrheiten zu erzeugen, sondern um auf Realitäten aufmerksam zu machen.“ Seine Erzählungen ähneln literarischen Formen oder Spielfilmen, die auf Tatsachen basieren: subjektiv und perspektivisch. Diese Haltung prägt auch seinen Umgang mit den zehn Biografien der Ausstellung. Sie beruhen auf intensiver Recherche, Interviews und historischen Quellen.
Veranstaltungen zur Ausstellung:
– Fr, 17. April, 17 Uhr: Vernissage, Lukas Birk im Gespräch mit Kathrin Dünser
– Sa, 18. April, 14 bis 17 Uhr: Workshop mit Lukas Birk:
Fotografieren mit der Boxkamera: Magie der Langsamkeit
– So, 19. April, 15 Uhr: Künstlerführung mit Lukas Birk
– Do, 7. Mai, 18
Uhr: Dialogführung mit Franziska Völlner und Kathrin Dünser (pd)







