AMS Vorarlberg will ältere Arbeitsuchende stärken

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Foto: Roland Paulitsch

Das AMS Vorarlberg intensiviert seine Maßnahmen zur Integration älterer Arbeitsuchender und setzt neben der seit 2018 etablierten Beschäftigungsinitiative 50+ auch die Aktion 55+ der Bundesregierung um.

 

Die aktuellen Zahlen verdeutlichen, dass die Zahl der Arbeitsuchenden in der Altersgruppe 50+ überproportional ansteigt. Im April 2026 waren insgesamt 3.861 Personen der Altersgruppe 50+ beim AMS arbeitslos gemeldet, was einem deutlichen Anstieg um 442 Personen beziehungsweise +12,9 Prozent gegenüber April 2025 entspricht.

 

Besonders dynamisch entwickelt sich die Gruppe 55+, deren Bestand von 2.191 auf 2.530 Personen gestiegen ist, was einem Plus von 339 Personen beziehungsweise +15,5 Prozent entspricht. Die Auswertung der Bildungsstruktur zeigt, dass der Anstieg nicht nur Personen mit Pflichtschulabschluss betrifft, sondern auch jene mit höherem Ausbildungsabschluss. Auffällig ist zudem, dass die Entwicklung bei den über 55‑Jährigen zunehmend weiblich geprägt ist. Der Zuwachs bei Frauen fällt mit einem Anstieg von 24 Prozent deutlich stärker aus als bei Männern (plus 9,8 Prozent).

Vor diesem Hintergrund will das AMS Vorarlberg seine Angebote für ältere Arbeitslose intensivieren. Es stehen Eingliederungsbeihilfen beispielsweise für Lohnkostenförderungen für Unternehmen zur Verfügung, ebenso sollen Qualifizierungsangebote und arbeitsplatznahe Ausbildungsangebote wie die Implacementstiftung die Anpassung von Kompetenzen an aktuelle Anforderungen unterstützen. Das Ziel ist klar: Existenzsichernde Beschäftigung und gesellschaftliche Teilhabe fördern und Langzeitarbeitslosigkeit verhindern. (pd)