Großwärmepumpen für Energiezukunft
Spatenstich für neue Energiezentrale in Hard erfolgt
Foto: illwerke vkw
Die neue Energiezentrale der Nahwärme Hard wird künftig nahezu emissionsfreie Wärme aus gereinigtem Abwasser der ARA Hofsteig gewinnen.
Auf dem Gelände der ARA Hofsteig fiel am 1. Juli der offizielle Startschuss für die neue Energiezentrale der Nahwärme Hard. Das Vorhaben soll beispielhaft dafür stehen, wie moderne Technologien und regionale Zusammenarbeit dazu beitragen, die Wärmewende voranzutreiben. „Das Projekt Nahwärme Hard 2.0 zeigt eindrucksvoll, wie wir mit innovativen Lösungen konkrete Antworten darauf geben können“, betont Quido Salzmann, Vorstandsmitglied der illwerke vkw. Das Unternehmen investiere gezielt in die leistbare, nachhaltige Wärmeerzeugung und schaffe damit langfristige Per-
spektiven für Unabhängigkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz in Vorarlberg.
Meilenstein für Gemeinde
Hards Bürgermeister Martin Staudinger unterstreicht: „Mit der ersten Nahwärmepumpe in der Region wird in Hard ein Meilenstein für unsere Energiezukunft umgesetzt. Wärme ohne Verbrennung, ohne Abgase, durch Nutzung des Abwassers aus der Kläranlage.“ Für die Menschen vor Ort, die Betriebe und die Umwelt habe das Projekt gleich in mehrfacher Hinsicht eine Vorbildfunktion: Die kühleren Wassertemperaturen würden sich positiv auf die Gewässerökologie auswirken, außerdem werde der Netzausbau der Nahwärme und des Breitbandnetzes weiter vorangetrieben.
Mit Ökostrom betrieben
Die Fertigstellung der Energiezentrale ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen. Im Zentrum der Anlage stehen zwei Großwärmepumpen, die über eine Gesamtleistung von 5.000 Kilowatt verfügen und mit Ökostrom betrieben werden. Sie nutzen die im gereinigten Abwasser der ARA Hofsteig enthaltene Energie und wandeln diese in Wärme für das Nahwärmenetz um. Dadurch kann die Wärmeerzeugung bis zu 97,5 Prozent dekarbonisiert und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduziert werden. (pd)







