Von Rankweil nach Feldkirch
Im LKH Feldkirch ensteht ein zentraler neurologischer Standort
Foto: Mathis Fotographie
Mit der Bündelung der neurologischen Versorgung am Schwerpunktkrankenhaus Feldkirch soll ein zentraler Schritt für die Zukunft gesetzt werden. Anfang März übersiedelte die erste Akutstation vom Landeskrankenhaus Rankweil nach Feldkirch.
Die Weichen für die gestartete Zusammenlegung der beiden neurologischen Abteilungen im Land wurden bereits 2019 gestellt. Im Zuge der Neustrukturierung der stationären neurologischen Versorgung übernahm Philipp Werner zusätzlich zur Leitung des IANS auch die ärztliche Leitung der Abteilung für Neurologie am Standort Rankweil. Aus fachlicher Sicht spreche vieles für die Bündelung der Ressourcen, betont Werner: Die Neurologie entwickle sich rasant weiter. In Rankweil seien die Möglichkeiten eingeschränkt gewesen, wodurch Patienten für bestimmte Diagnosen oder Therapien per Krankentransport nach Feldkirch und wieder zurückgebracht werden mussten. Im LKH Feldkirch standen bislang lediglich sechs Betten für akute Schlaganfall-Patienten zur Verfügung, jedoch keine stationären Betten für andere neurologische Erkrankungen. Mit der Übersiedelung erhöhen nun 24 zusätzliche Betten in Feldkirch die Versorgungsqualität deutlich. Gleichzeitig entstehen bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden sowie effizientere Strukturen.
Übersiedelung bis 2029
Weitere Bereiche – die zweite Akutstation, die Nachsorgestationen, die Überwachungsstation sowie die allgemeine neurologische Ambulanz – bleiben vorerst in Rankweil. Die vollständige Zusammenführung ist jedoch bereits geplant, denn noch heuer sollen die baulichen Maßnahmen vorbereitet werden und für 2027 ist der Start der Umbauarbeiten vorgesehen. Ab 2029 sollen die verbleibenden Abteilungen schrittweise nach Feldkirch übersiedeln.
Mitarbeiter ziehen mit
Bei der Verlegung der Abteilung sei es gelungen, die Mitarbeitenden aktiv einzubinden, betont das Stationsleitungsteam. Alle Beschäftigten wurden in den Entscheidungsprozess über einen Wechsel nach Feldkirch miteinbezogen. Rund 80 Prozent des Rankweiler Teams erklärten sich bereit, den neuen Weg mitzugehen. Darüber hinaus konnten zusätzliche neue Mitarbeitende für den Standort Feldkirch gewonnen werden. (pd/ice)






