Baustart erst Ende des Jahrzehnts

Neugestaltung der Haselstauderstraße verzögert sich um einige Jahre

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    Die Tempo 30 Zone an der Haselstauderstraße wurde noch nicht umgesetzt und wird wohl auch noch warten müssen. 

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Foto: Michael Mäser

Projekt zur Neugestaltung der Haselstauderstraße wird weiter vorbereitet, Bauarbeiten sollen nach aktuellem Stand aber frühestens 2029 beginnen.

Noch vor zwei Jahren stellte das Land Vorarlberg die ersten Pläne zur Neugestaltung der L3 vor, ein Baubeginn wurde spätestens für 2026 angekündigt. Aktuell ist davon jedoch nichts zu sehen. Bislang wurde lediglich die Ampelschaltung an der Kreuzung Stiglingen angepasst, die noch in diesem Jahr vollständig verkehrsabhängig funktionieren soll. Weitere Maßnahmen sind bislang ausgeblieben – obwohl es auf der stark befahrenen Straße immer wieder zu gefährlichen Situationen kommt.

Laut Land befindet sich das Projekt weiterhin in der Planungsphase. Derzeit wird am Einreichprojekt gearbeitet, 2027 sollen Vermessungen, technische Prüfungen und Gespräche mit Anrainern folgen. Behördenverfahren sind ebenfalls für das kommende Jahr vorgesehen, die Ausschreibung der Bauarbeiten ist für 2028 geplant. Ein Baustart wird nun frühestens für 2029 in Aussicht gestellt – vorausgesetzt, die Finanzierung ist gesichert. Die ursprünglich mit rund 2,7 Millionen Euro veranschlagten Kosten dürften inzwischen deutlich gestiegen sein.

In der Bevölkerung wächst inzwischen aber die Ungeduld. Viele befürworten den Umbau, vermissen aber rasch umsetzbare Maßnahmen wie eine verbindliche Tempo-30-Regelung. Seit der Novelle der Straßenverkehrsordnung im Jahr 2024 wäre dies rechtlich einfacher. Derzeit bleibt es bei einem „freiwillig Tempo 30“, das kaum Wirkung zeigt. Die Hoffnung auf eine nachhaltige Verbesserung bleibt dennoch bestehen. Mit einer umfassenden Neugestaltung könnte das Zentrum von Haselstauden langfristig sicherer und lebenswerter werden – sofern die Umsetzung in den kommenden Jahren tatsächlich gelingt. (mm)