Brotfütterung ist Tierquälerei

Warum Wildenten und Wildvögel darunter leiden

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    Nicht gefressenes Brot kann die Wasserqualität verschlechtern und zu Algenwachstum sowie Fischsterben führen. 

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    Warnschilder weisen auf die Gefahr hin.

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    Brot verursacht bei Enten und Vögeln Krankheit und Tod. 

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Fotos: Josef Christian Püffer

Am Montjola Weiher in Thüringen zeigt sich täglich ein Problem, das viele unterschätzen: Wildenten und andere Wildvögel werden mit Brot gefüttert – mit dramatischen Folgen für Tiere, Gewässer und Umwelt, warnt Josef Christian Püffer vom Naturschutzbund Vorarlberg.

Was aus Mitgefühl geschieht, verursacht in Wahrheit Krankheit, Leid und Tod. „Brot ist keine artgerechte Nahrung für Wildvögel. Ihr Verdauungssystem ist nicht darauf ausgelegt“, erklärt Josef Christian Püffer, Mitglied des Naturschutzbundes Vorarlberg. Das Brot quelle im Magen auf, liefere kaum Nährstoffe und führe zu einer schweren Mangelernährung. „Die Tiere fühlen sich zwar satt, verhungern jedoch innerlich. Hinzu kommen Verdauungsstörungen, Organversagen, ein geschwächtes Immunsystem sowie Vergiftungen durch schimmeliges Brot“, so Püffer. Jungtiere erleiden zudem durch die falsche Ernährung eine sogenannte Flügeldeformation („Angel Wing“). Dabei wachsen die Flügelknochen unkontrolliert, die Tiere verlieren ihre Flugfähigkeit und sind in freier Wildbahn zum Sterben verurteilt.


Hohe Geldstrafen
Die Brotfütterung hat aber noch weitere Nachteile. Durch die große Ansammlung von Tieren auf engem Raum, können sich Krankheiten wie Parasitenbefall, bakterielle Infektionen oder Vogelgrippe schneller ausbreiten. Der Naturschutzbund ist deshalb regelmäßig am Montjola Weiher vor Ort und fischt Brot aus dem Wasser. Josef Christian Püffer weist außerdem darauf hin, dass das Füttern von Wildenten und Wildvögeln mit Brot laut österreichischem Tierschutzgesetz als Tierquälerei gilt, da den Tieren dadurch vermeidbares Leid zugefügt werde. „In Vorarlberg ist diese Form der Fütterung verboten und kann mit hohen Geldstrafen geahndet werden“, so Püffer. Auch ohne Verbotsschilder kann das Füttern strafbar sein, wenn Tiere geschädigt oder Gewässer verunreinigt werden. Unwissenheit schützt nicht vor Konsequenzen. Josef Christian Püffer betont: „Echte Tierliebe bedeutet Verantwortung. Wer den Enten und Vögeln am Montjola Weiher wirklich helfen möchte, lässt sie in Ruhe und verzichtet konsequent auf das Füttern.“ Sein Appell richtet sich auch besonders an Eltern: „Bitte erklären Sie Ihren Kindern, dass Enten und Vögel kein Brot brauchen. Was für Kinder oft ein spielerischer Moment ist, endet für die Tiere in Krankheit und Tod. Kinder lernen durch Vorbilder – wer verantwortungsvoll handelt, vermittelt echten Respekt vor der Natur.“ (Gastbeitrag/Naturschutzbund)

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