Die Trennung, die verbindet

Neue Glaswand und neuer Pächter eröffnen dem E3 neue Möglichkeiten

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    Stefanie Thurner (Geschäftsführerin Montforthaus), Mike Häfele-Locher (Pächter Restaurant E3) und Wolfgang Flach (Stadtrat und Aufsichtsratsvorsitzender Montforthaus)

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    Die Glastrennwand im E3.

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Fotos: Montforthaus

Mit der Dachgastronomie E3 verbinden viele Feldkircher einen der schönsten Ausblicke der Stadt. In den vergangenen Jahren blieb das Potenzial des Standorts allerdings oft hinter den Möglichkeiten zurück. Nun sorgen eine bauliche Lösung und ein neuer Betreiber für einen Neustart.

Das Montforthaus wurde Anfang 2015 eröffnet und gilt seither als architektonisches Wahrzeichen sowie als wichtiger Kongress- und Veranstaltungsstandort des Landes. Schon bald zeigte sich jedoch ein Schwachpunkt im Nutzungskonzept. Veranstaltungen im Großen Saal und Aktivitäten in der Dachgastronomie konnten vielfach nicht gleichzeitig stattfinden, da sich beide Bereiche akustisch beeinflussten. Ein Umstand, der angesichts der Bedeutung des Hauses und seiner vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten immer wieder für Verwunderung sorgte.

Im Zuge der aktuellen Sanierung des Glasdachs und von Teilen der Glasfassade wurde nun eine Lösung umgesetzt, die viele schon längst erwartet hatten. Eine neue Glastrennwand ermöglicht künftig die akustische Trennung zwischen Foyer und Gastronomie. Dadurch können Veranstaltungen parallel stattfinden, ohne sich gegenseitig zu stören.

Neues Konzept
Mit den neuen räumlichen Voraussetzungen folgt nun auch die gastronomische Neuausrichtung. Ab 1. Oktober übernimmt Mike Häfele-Locher das E3. Statt eines klassischen Restaurantbetriebs soll die Gastronomie künftig eng mit dem Veranstaltungsbetrieb verzahnt werden. Firmenfeiern, Kongresse, Empfänge und private Veranstaltungen rücken stärker in den Mittelpunkt. Gleichzeitig bleibt das E3 für die Bevölkerung erhalten. Jeden Donnerstag soll die Dachgalerie als öffentlicher Treffpunkt geöffnet sein.

Bürgermeister Manfred Rädler sieht darin einen wichtigen Entwicklungsschritt für das Montforthaus. Ziel sei es, die Stärken des Hauses gezielt auszubauen und Gastronomie und Veranstaltungserlebnis noch enger miteinander zu verbinden.

Auch Montforthaus-Geschäftsführerin Stefanie Thurner zeigt sich erfreut über die Lösung. Sie betont, dass das E3 künftig vor allem freitags und samstags exklusiv für Veranstaltungen zur Verfügung stehen soll. Gleichzeitig wolle man flexibel bleiben und Erfahrungen sammeln, welche zusätzlichen Öffnungen und Formate sich bewähren. Gerade bei öffentlichen Abendveranstaltungen im Großen Saal könne sie sich gut vorstellen, das E3 begleitend zu öffnen. 

Das architektonische Aushängeschild der Stadt zeigt damit nach mehr als elf Jahren, dass auch bei guter Architektur manchmal erst die Praxis zeigen muss, was noch fehlt. (ice)