Finanzlage bleibt angespannt
Lustenauer Rechnungsabschluss 2025 zeigt weiter steigende Verschuldung
Foto: David Glück
Lustenau präsentierte den Rechnungsabschluss 2025 – die Zahlen zeigen weiterhin eine angespannte Finanzlage und hohen Handlungsdruck.
Österreichs größte Marktgemeinde hat in der vergangenen Woche den Rechnungsabschluss für das Jahr 2025 präsentiert. Die Eckdaten verdeutlichen dabei klar die angespannte finanzielle Situation und die Notwendigkeit, den eingeschlagenen Sparkurs konsequent fortzuführen. Bürgermeister und Finanzreferent Patrick Wiedl stellte in der Gemeindevertretung die Zahlen vor und zog zugleich Bilanz über sein erstes Amtsjahr. Die finanziellen Rahmenbedingungen hätten die Handlungsspielräume der Gemeinde deutlich eingeschränkt, so Wiedl. In vielen Bereichen habe man weniger gestalten als vielmehr umsetzen können. Um kurzfristig Einsparungen zu erzielen, wurden laufende Bauprojekte sowie Verwaltungsstrukturen überprüft und angepasst. Insgesamt konnten dadurch rund zwei Millionen Euro eingespart werden. Trotz der angespannten Lage wurden auch 2025 zentrale Projekte weitergeführt und umgesetzt. Der Campus Rotkreuz befindet sich in der Endphase und soll im Herbst mit der neuen Volksschule eröffnet werden. Auch das Reichshofstadion wurde fertiggestellt und feierlich in Betrieb genommen. Weitere Investitionen flossen in die Trinkwasserversorgung, die Abwasserinfrastruktur sowie in die Entwicklung des Betriebsgebiets Heitere, das als wichtige Grundlage für den Wirtschaftsstandort Lustenau gilt. Insgesamt beliefen sich die Investitionen im Jahr 2025 auf rund 26,7 Millionen Euro. Gleichzeitig bleibt die Verschuldung ein zentraler Belastungsfaktor: Nachdem Lustenau bereits 2024 die Marke von 100 Millionen Euro Gesamtverschuldung überschritten hat, stieg diese bis Ende 2025 auf rund 121,7 Millionen Euro. Durch bereits absehbare Finanzierungen und laufende Projekte könnte der Schuldenstand bis Ende 2026 auf knapp 140 Millionen Euro anwachsen. Damit zählt die Marktgemeinde gemeinsam mit den großen Städten Dornbirn und Bregenz zum Spitzenfeld der am höchsten verschuldeten Gemeinden in Vorarlberg. „Unsere gemeinsame Aufgabe ist es nun, die finanzielle Stabilität wiederherzustellen. Ich bin sicher, dass wir es gemeinsam und mit Mut und Optimismus schaffen werden, in den kommenden Jahren vieles zum Positiven bewegen zu können“, so Bürgermeister Wiedl abschließend. (pd/mm)








