Für Klimaschutz und Biodiversität

Das dreijährige Projekt Ge_Now überzeugte mit innovativen Formaten

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    Im Bild die Siegerklasse der KlimAktion-Challenge 2024 aus Klösterle.

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    Das Projektteam beim Abschlusstreffen in St. Gerold.

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Fotos: GE_NOW-Projekt

Kreative, niederschwellige Formate und regionale Vernetzung können Menschen bei den Themen Klimaschutz und Biodiversität zum Umdenken und Handeln bewegen. Dies ist das Fazit des Projektes an dem sich sechs Regionen beteiligten.

Von Mai 2023 bis April 2026 setzten die sechs Regionen Brandnertal, Großes Walsertal, Klostertal-Arlberg, Montafon und Walgau in Vorarlberg sowie Prättigau/Davos in Graubünden mit dem Interreg Projekt „GE_NOW“ auf innovative Formate. So sollte der Schutz von Klima und Biodiversität im Alpenraum niederschwellig zugänglich und erlebbar werden. Die Ergebnisse des Projekts liegen in einem Handbuch vor und fließen nun in eine neue Kooperations-Plattform für nachhaltige Entwicklung im Biosphärenpark Großes Walsertal ein.
Die beiden aufwendigsten Veranstaltungen waren demnach zwei Festivals rund um das Thema „Nachhaltiges Handeln“. Rund 550 Besucher informierten sich 2024 und 2025 bei den Festivals „Klimamarkt“ in Ludesch und „Dra bliibä für Natur und Klima“ an der EMS Schiers/CH über regionale Lösungen, von klimafreundlicher Ernährung bis zu naturnahen Gärten. Keynotes von Meteorologen wie Marcus Wadsak und Gaudenz Flury sowie Workshops zu Upcycling und Moorschutz machten komplexe Themen greifbar. Seppi Neubauer griff in seinem Kabarett „Heiße Liebe“ die Herausforderungen der Klimaanpassung mit Humor auf und regte das Publikum gleichzeitig zum Nachdenken an.

Ferien für den Rasenmäher
Spielerisch näherten sich 2024 rund 300 Schüler aus Vorarlberg und Graubünden in der Challenge „KlimAktion!“ dem Thema Klimaschutz. Drei Wochen lang reduzierten sie ihren CO2-Fußabdruck, etwa durch weniger Handyzeit oder klimafreundliche Ernährung. Am einfachsten und zugleich nach außen am wirkungsvollsten war die Aktion „Ferien für den Rasenmäher“. Im Mai 2025 und 2026 ließen insgesamt rund 700 Haushalte, Betriebe und Gemeinden ihre Rasenflächen ungemäht. So förderten sie grenzüberschreitend die Artenvielfalt und das Bewusstsein für naturnahe Gärten.

In der Ideenwerkstatt „AlpenGlut“ entwickelten schließlich im Januar 2026 auf der Bielerhöhe im Montafon 14 Persönlichkeiten aus den Projektregionen Zukunftsbilder für den Alpenraum, von der Stärkung der Grundbeziehungen zwischen Natur und Menschen bis zur Notwendigkeit, Experimentierräume für innovative Projekte im Umgang mit Klimawandel und Biodiversität zu schaffen.

Neue Plattform „BiosVäre“
Die Projektergebnisse von GE_NOW sollen in die neue Plattform „BiosVäre“ im Biosphärenpark Großes Walsertal einfließen, die sich im Aufbau befindet. Als „Möglichkeitsraum“ für nachhaltige Entwicklung will die BiosVäre auf experimentelle Formate und Vernetzung von ländlichen und urbanen Akteuren setzen und gemeinsames Lernen ermöglichen. (pd)