Handy, Konsole, Couch
Wo bleibt am Ende des Tages die Bewegung
Foto: MichaelGizicki
Die ÖGK verzeichnet deutlichen Anstieg von Adipositasdiagnosen bei Kindern und Jugendlichen. Warum Bewegung wichtig ist und wie Eltern sie im Alltag fördern können.
Die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit einer dokumentierten Adipositasdiagnose ist bei der ÖGK innerhalb von zwei Jahren von 775 auf 1.415 gestiegen. Auch die Zahl der ambulant behandelten Kinder und Jugendlichen hat sich mehr als verdoppelt: Waren es 2024 noch 503, wurden 2025 bereits 1.047 Kinder ambulant behandelt. Erfasst wurden ÖGK-Versicherte im Alter von 0 bis 17 Jahren mit einer dokumentierten Adipositasdiagnose.
Medienkonsum verdrängt Bewegung
Noch eine Runde zocken, schnell ein Video anschauen oder durch Social Media scrollen. Bildschirme gehören für viele Familien und vor allem Kinder zum Alltag. Umso wichtiger ist es, Bewegung im Alltag zu integrieren und gemeinsame Aktivitäten fest einzuplanen. „Gaming und Zeit vor dem Bildschirm gehören für viele Kinder und Jugendliche heute zum Alltag. Entscheidend ist jedoch nicht das einzelne Computerspiel. Für ein gesundes Aufwachsen sollten in der Freizeit Bewegung, Zeit für Freunde und für kreative Aktivitäten immer an erster Stelle stehen“, erklärt ÖGK-Kinderärztin Dr.in Gabriele Berger.
Kinder brauchen eine Stunde Bewegung am Tag
Kinder müssen nicht unbedingt in einem Sportverein sein, um sich ausreichend zu bewegen. Auch tägliche Bewegung wie zu Fuß gehen, Radfahren, Tanzen oder Fangen spielen zählen als Bewegungseinheiten. mindestens 60 Minuten Bewegung täglich mit mittlerer bis höherer Intensität empfohlen. Kindergartenkinder sollten insgesamt mindestens drei Stunden am Tag körperlich aktiv sein, davon mindestens eine Stunde mit mittlerer bis höherer Intensität.
Bewegung stärkt Muskeln und Knochen. Oft reicht es schon, miteinander an die frische Luft zu gehen.
Bewegungstipps und Informationen zu den ÖGK-Angeboten gibt es unter www.oegk.at/kids. (pd)






