Strom teilen ohne Verein

Stromhandel für Private erstmals möglich

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    Der selbst erzeugte Strom kann jetzt einfach geteilt werden.

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Foto: unsplash.com

Der selbst erzeugte Strom kann jetzt noch einfacher dort genutzt werden, wo er gebraucht wird, im eigenen Zuhause oder auch beim Nachbarn.


Wer mit einer Photovoltaikanlage eigenen Strom produziert, kennt das Problem: Die Sonne liefert oft mehr Strom, als man gerade selbst verbrauchen kann. Mit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) gibt es seit Anfang Oktober 2026 aber erstmals die Möglichkeit, selbst erzeugten Strom direkt mit anderen Personen auf vertraglicher Basis zu teilen oder zu verkaufen. Die Notwendigkeit einen Verein zu gründen entfällt. Damit ermöglicht Österreich erstmals den direkten Handel von erneuerbarem Strom über sogenannte Peer-to-Peer-Verträge (P2P). (pd)


Die wichtigsten Eckdaten

• Was ist P2P-Stromhandel? Privatpersonen, Unternehmen oder Gemeinden können selbst erzeugten erneuerbaren Strom (zum Beispiel aus Photovoltaik) direkt an andere Personen verkaufen oder verschenken.

• Gewinnabsicht erlaubt: Im Gegensatz zu Energiegemeinschaften ist beim P2P-Handel eine kommerzielle Gewinnabsicht zulässig.

• Wichtige Start-Einschränkung (Netzgebiet): Zum Start ab Oktober 2026 kann P2P vorübergehend nur zwischen Zählpunkten innerhalb desselben Netzbetreibers umgesetzt werden. Eine österreichweite, netzgebietsübergreifende Nutzung ist für April 2027 geplant.

• Netzentgelte: Ermäßigte Netzentgelte für den lokalen/regionalen Bereich kommen laut aktuellem Stand voraussichtlich erst ab 1. Jänner 2027 zur Anwendung.

• Voraussetzungen: Alle Beteiligten benötigen einen aktiven Netzanschluss, einen funktionstüchtigen Smart Meter sowie bestehende Stromliefer- und Abnahmeverträge.

• Technische Zuteilung: Der Strom wird viertelstündlich basierend auf den realen Erzeugungs- und Verbrauchsdaten über die EDA (Elektrische Daten- und Abrechnungs-Plattform) zugeordnet. Es gibt keine feste Liefergarantie.


Weitere Informationen und Hilfestellungen finden Sie auf der Informationsplattform. Energiegemeinschaften Österreich oder beim Energieinstitut Vorarlberg.