Im Zeichen der Erinnerungskultur

Geschichtsverein Region Bludenz lädt heute zur Jahreshauptversammlung

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    Die Ausstellung „Darüber sprechen“ wird heute im Bundesgymnasium Bludenz eröffnet. 

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Foto: Monika Dlaska 

Am Donnerstag, den 21. Mai, um 18 Uhr, findet im Gasthaus Stern die diesjährige Jahreshauptversammlung des Geschichtsvereins Region Bludenz statt. 


Im Vorfeld der Versammlung stehen zwei Veranstaltungen im Zeichen der Erinnerungskultur und der regionalen Zeitgeschichte auf dem Programm. Mit einer Ausstellungseröffnung am Bundesgymnasium Bludenz sowie einer Präsentation im Rahmen von „Stadtgeschichte mobil“ wird die Auseinandersetzung mit den Schicksalen von Menschen während der Zeit des Nationalsozialismus in den Mittelpunkt gerückt.


Um 15.30 Uhr wird im Bundesgymnasium Bludenz die Wanderausstellung „Darüber sprechen“ eröffnet. Die Wanderausstellung von erinnern.at
beruht auf Erfahrungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. 14 Menschen sprechen darüber, was sie während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft erlebten, wie Schulfreunde mit ihnen umgingen, wie die Nachbarn zu Feinden wurden, der Staat zum Mörder. Wie sie überleben konnten und wie es ihren Familien erging. Anlässlich der Ausstellungseröffnung wird auch ein Zeitzeuge am Bundesgymnasium Bludenz sprechen und persönliche Einblicke in diese Zeit geben.


Bewegende Geschichte

Im Anschluss daran wird um 17 Uhr in der Gärtnerei Schallert das außergewöhnliche Leben von Józef Wicnicki im sogenannten „Stadtgeschichte mobil“ präsentiert.


Wicnicki wurde 1916 im polnischen Czestochova geboren und starb 2016 in Florida. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er – als katholischer Arbeiter getarnt – in der damaligen Gärtnerei Schaub, der heutigen Gärtnerei Schallert in Bludenz. Seine bewegenden Lebenserinnerungen werden bereits am 7. Mai beim Zeitgeschichtetag in der Remise präsentiert. Im Rahmen einer Kleinausstellung wird nun seine Biografie am historischen Ort seines damaligen Wirkens sichtbar gemacht. Mit dem „Stadtgeschichte mobil“ wird regionale Geschichte direkt an jene Orte zurückgebracht, an denen sie stattgefunden hat. (pd)