Kein Geld für amazoneBAR

Land Vorarlberg streicht für 2026 Förderung für Mädchen-Gesundheitsprojekt

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    Bei einem Treffen mit Landesrätin Barbara Schöbi-Fink (3. v. r.) stellte diese klar, dass es heuer keine Förderungen gibt. 

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Foto: Verein Amazone

Ihren Ärger über gestrichene Geldmittel machten Jugendliche und Mitarbeiterinnen vor dem Landhaus kund. Dort berkräftige Landesrätin Barbara Schöbi-Fink, dass es für 2026 keine Förderungen für amazoneBAR gibt.


Die amazoneBAR in Bregenz ist das einzige, auf Mädchen und junge Frauen ausgerichtete Gesundheitsförderungs- und Suchtpräventionsprojekt Vorarlbergs und wird seit über 20 Jahren gemeinsam mit Peers umgesetzt und durch das Land Vorarlberg gefördert. Bis heuer, denn für 2026 hat das Land aus budgetären Gründen die Fördermittel gestrichen. 


Seit 2004 setzen Peers (englisch für Gleichaltrige/Ebenbürtige) mit dem Verein Amazone das Gesundheitsförderungs- und Suchtpräventionsprojekt amazoneBAR um: An der stationären Bar im amazoneZENTRUM sowie mobil in ganz Vorarlberg shaken Barkeeperinnen erfrischende Mocktails, geben Wissen und Tipps an andere Jugendliche weiter, setzen Workshops und andere Aktionen rund um Bewegung und Wohlfühlen um. Im Projekt wurden rund 400 Peers ausgebildet, 70.000 Mocktails gemixt und mehr als 500 Außeneinsätze durchgeführt. 


Förderung wichtiger denn je

Die Jugendlichen und der Verein Amazone finden, dass Gesundheitsförderung und Suchtprävention aktuell wichtiger sind denn je. Die Pandemie und weitere Krisen der vergangenen Jahre haben die Gesundheit besonders von Mädchen und jungen Frauen stark beeinträchtigt. Sie berichten von einem Zuwachs an Stress, Essstörungen, Angst- und Depressionssymptomen sowie Suizidgedanken oder -versuchen. Psychische Gesundheit und Suchtverhalten sind geschlechtsspezifisch, das zeigt die Forschung sehr deutlich. „Mädchen und junge Frauen brauchen lebensweltnahe Zugänge und partizipative Formate, um Themen wie psychische Belastungen, den Konsum von Suchtmitteln oder Essverhalten reflektieren und bearbeiten zu können“, heißt es in der Aussendung des Vereins Amazone. (red)

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