Länderübergreifende Sitzung
Gemeinsame Sitzung der Bregenzer Stadtvertretung und des Lindauer Stadtrates
Foto: Stadt Bregenz
Die Bregenzer Stadtvertretung und der Stadtrat Lindau haben in ihrer gemeinsamen Sitzung am Donnerstag, 5. Februar 2026, in der Inselhalle Lindau beschlossen, eine gemeinsame Interessensbekundung für eine Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt einzureichen. Zusätzlich wurde eine gemeinsame Machbarkeitsstudie über den Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee beauftragt.
Mit dem Beschluss zur gemeinsamen Interessensbekundung als Europäische Kulturhauptstadt knüpfen beide Städte an die Auszeichnung mit dem Europäischen Kulturpreis 2021 an. Die Interessensbekundung bezieht sich auf mögliche Bewerbungsjahre ab 2035 und stellt eine strategische Option für die Zukunft dar. Zu einem späteren Zeitpunkt kann dieser Ansatz weiter konkretisiert und vertiefend geprüft werden.
Machbarkeitsstudie für gemeinsamen Wissens- und Innovationsstandort
In derselben Sitzung wurde zudem die Beauftragung einer gemeinsamen Machbarkeitsstudie zum Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee beschlossen. Ziel ist es, Bregenz und Lindau als Wissens- und Innovationsstandort weiterzuentwickeln.
Geprüft werden soll dabei kein eigener Hochschulstandort, sondern ein thematisch passendes, praxisorientiertes Angebot. Dieses soll auf den bestehenden Kompetenzen der Hochschulen in der Vierländerregion Bodensee aufbauen, regionale Zukunftsthemen aufgreifen und bestehende Studienangebote sinnvoll ergänzen.
Bregenz und Lindau arbeiten seit vielen Jahren eng und grenzüberschreitend zusammen. Ziel der Kooperation ist es, kulturelle Teilhabe zu stärken, Identität zu fördern und Kultur als zentralen Bestandteil von Bildung für alle Generationen weiterzuentwickeln. Mit der Städtekooperation LIBRE wird diese Zusammenarbeit seit 2023 vertieft. Im Fokus stehen dabei die Themen Kultur, Mobilität und Bau, Klimaschutz und Stadtentwicklung sowie Stadtmarketing und Wirtschaft – mit einem regionalen Ansatz über Länder- und Verwaltungsgrenzen hinweg und der Perspektive, weitere Städte der Bodenseeregion einzubinden.






