Kino-Zukunft bleibt ungewiss
Kauf des Metro Kinos durch die Stadt endgültig vom Tisch
Foto: Media Pocket/Hartinger
Film aus, hieß es im März 2025 im Bregenzer Metro Kino. Seitdem ist die Zukunft des Lichtspieltheaters ungewiss. Die Stadt wird es jedenfalls nicht kaufen.
Seit seiner Eröffnung im Jahr 1952 prägte das Kino, das einst das größte Lichtspieltheater Westösterreichs war, das kulturelle Leben in Bregenz. Seit der Schließung ist offen, wie es mit dem Metro-Kino weitergeht. Für die Stadt Bregenz war dabei von Anfang an klar, dass der Kinostandort im Vorkloster erhalten bleiben soll. Deshalb gab es auch Verhandlungen darüber, ob die Stadt die Immobilie ankauft und ein Konzept entwickelt, um den Standort zu einem vielseitigen Kultur- und Veranstaltungszentrum weiterzuentwickeln. Das ist nun endgültig vom Tisch, wie Kulturstadtrat Reinhold Einwallner (SPÖ) den Vorarlberger Nachrichten (VN) bestätigte.
Der Grund sei die angespannte finanzielle Lage in der Stadt Bregenz. „Für uns war damit klar, dass ein Kauf leider nicht infrage kommt“, so Einwallner. Die Stadt habe sich bemüht, eine Nachfolgeregelung zu finden, am Ende müsse aber der Eigentümer entscheiden, wie es mit dem Gebäude weitergeht.
Kein reiner Kinobetrieb
Eigentümer Lukas Pasi bedauert die Entscheidung, kann sie jedoch nachvollziehen. Inzwischen haben sich jedoch mehrere Interessenten gemeldet. „Da sind viele mit guten Ideen dabei, wir sind gerade dabei auszuloten, was sich ergeben könnte“, betont Pasi im Gespräch mit den VN. Da die Stadt vom Kauf absieht, hat sich aber die Ausgangslage verändert. Pasi sieht sich dabei immer wieder mit demselben Problem konfrontiert. Ein reiner Kinobetrieb reiche für ein Haus dieser Größe nicht aus, deshalb seien zusätzliche Nutzungen wie Veranstaltungen von Anfang an mitgedacht worden. Aber auch Mehrfachnutzung mache es schwer, den Betrieb wirtschaftlich abzusichern, zumal umfangreiche Investitionen notwendig wären. Wie es also mit dem Metro-Kino weitergeht, ist derzeit offen. (red)





