Mehr als nur ein Trainer

Die Vorfreude auf die Rückkehr von Zoltán Balogh ist groß

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    Trainer Zoltán Balogh

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    Marina Jakob (im Bild rechts knieend) mit der Mannschaft und Trainer Zoltán Balogh (3. von rechts hinten).

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Fotos: 7Pro.TV

Marina Jakob, seit 16 Jahren beim Handballclub Blau-Weiß Feldkirch und derzeit rechte Flügelspielerin der Damen 1, hat ein besonderes Interview mit ihrem Trainer Zoltán Balogh geführt. Nach seinem unerwarteten Hirnschlag im August spricht er über seine Reha, den Zusammenhalt im Team und seine geplante Rückkehr an die Seitenlinie.

Von Marina Jakob

Jakob: Zoltán, du bist seit zwei Jahren eine prägende Figur bei den Damen 1 des Handballclubs Blau-Weiß Feldkirch. Im August hat dich dann völlig unerwartet ein Hirnschlag getroffen. Wie geht es dir heute, wenn du auf diese Zeit zurückblickst?
Zoltán Balogh: Wenn ich ehrlich bin, war das ein Moment, der alles auf den Kopf gestellt hat. Von einem Tag auf den anderen merkst du, dass Gesundheit nicht selbstverständlich ist. Es war nicht nur körperlich eine Umstellung, sondern auch mental. Aber ich habe relativ schnell entschieden, dass ich mich nicht nur auf das konzentrieren will, was gerade nicht geht, sondern auf das, was möglich ist. Und das war für mich auch: weiterhin für die Mannschaft da zu sein, so gut es eben geht.

Viele hätten nach so einem Ereignis sofort komplett pausiert. Du hattest im November eine Therapie geplant, hast sie aber verschoben. Warum?
Ich weiß, wie das von außen wirkt. Und ich will auch gar nicht so tun, als wäre das die einzig richtige Entscheidung gewesen. Aber ich habe mich damals so gefühlt: Das Team braucht Stabilität. Wir waren mitten in einer Phase, in der jede Einheit, jedes Spiel, jeder Punkt wichtig war. Ich wollte die Damen 1 nicht im Stich lassen. Ich habe mir gesagt: Ich gebe noch alles, was geht, wir holen uns Punkte, wir arbeiten weiter. Und dann mache ich das, was für mich nötig ist.

Du hast also bewusst die Mannschaft an erste Stelle gesetzt. Was hat dir in dieser Phase Kraft gegeben?

Ganz klar die Mannschaft selbst. Dieses Miteinander. Wenn du in die Halle kommst und du spürst, da ist Energie, da ist Motivation, da ist Humor, dann hilft dir das enorm. Und ich bin auch jemand, der Verantwortung sehr ernst nimmt. Ich habe mich immer als Teil des Teams gesehen, nicht als jemand, der nur von außen anleitet. Diese Verbindung hat mich getragen. Und natürlich auch die Unterstützung aus dem Umfeld, aus dem Verein, von Menschen, die einfach da waren, ohne viele Worte.


Seit Anfang Januar bist du in Therapie oder wie du es den Mädels sagen würdest, in deinem Trainingslager. Wie geht es dir bis jetzt?

Mir geht es gut. Ich merke jeden Tag Fortschritte und genau das gibt mir richtig viel Motivation. Es ist intensiv und es fordert mich, aber ich sehe, dass sich die Arbeit auszahlt.

Wenn alles nach Plan läuft, kommst du im Februar zurück. Worauf freust du dich am meisten?

Auf die Halle und auf die Mädels. Auf den Moment, wenn du schon beim Reingehen ihr Lachen und ihre Stimmen hörst und sofort merkst: Da ist gute Stimmung, da ist Motivation, da lebt das Team. Und ich freue mich darauf, wieder mit ihnen zu arbeiten, wieder Details zu verbessern, wieder Emotionen im Spiel zu sehen. Handball ist nicht nur Taktik. Es ist Herz. Und das fehlt mir.

Und was nimmst du aus dieser Zeit für dich selbst mit, auch als Trainer?
Dass man noch bewusster hinschaut. Auf den Körper, auf Signale, auf Grenzen. Und dass Zusammenhalt nicht nur ein Wort ist. Ich habe erlebt, wie viel es bedeutet, wenn Menschen hinter dir stehen. Das verändert dich. Ich glaube, ich komme nicht nur gesund oder frisch zurück, sondern auch mit einer anderen Perspektive. Noch dankbarer. Und vielleicht auch noch konsequenter in manchen Dingen.

Gibt es etwas, das du dem Team und dem Verein sagen möchtest?
Danke. Für die Geduld, für die Unterstützung, für die Nachrichten, für das Mitdenken. Und ich sage den Mädels: Arbeitet weiter. Haltet weiterhin zusammen. Und bleibt ihr selbst. Ich komme zurück und dann greifen wir gemeinsam wieder an.

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