Nächster Schritt für S18
Ministerium gibt Vorprojekt für weitere Planung frei
Foto: Asfinag
Das umstrittene Straßenprojekt S18 hat eine weitere wichtige Hürde genommen und geht nun in die nächste Planungsphase.
Nach jahrzehntelangen Diskussionen gibt es einen weiteren Schritt für die Bodensee-Schnellstraße S18. Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur hat das Vorprojekt genehmigt und damit die von der Asfinag empfohlene Variante „CP – Tunnel offene Bauweise“ für die weitere Planung freigegeben. Die rund acht Kilometer lange S18 soll künftig die Rheintalautobahn A14 mit der Schweizer A13 verbinden und vor allem die Gemeinden im Unteren Rheintal vom Verkehr entlasten.
Mit der Genehmigung des Vorprojekts kann die Asfinag nun mit der Detailplanung starten und bereitet die Unterlagen für die Umweltverträglichkeitsprüfung vor. Die Einreichung soll nach aktuellem Stand bis 2028 erfolgen. Die Kosten für das Projekt werden dabei derzeit mit rund 2,2 Milliarden Euro beziffert, wobei rund 25 Millionen Euro bereits für Planungen aufgewendet wurden. Ob und wann die S18 dann aber tatsächlich gebaut wird, bleibt dennoch offen. Neben der Umweltverträglichkeitsprüfung stehen noch zahlreiche weitere Genehmigungen an. Kritiker warnen zudem vor Eingriffen in sensible Natur- und Landschaftsräume sowie möglichen weiteren Kostensteigerungen. (pd/mm)





