Auf einem Schwarzweißfoto lächelt eine Frau in einem weißen Hemd.

Silvia Böhler

Neue Bedrohungen, alte Ungleichheiten


Vergangene Woche donnerten mehrmals die Eurofighter über unsere Köpfe hinweg und im nahegelegenen Davos verhandelten Staats- und Regierungschefs über Macht, ertragreiche Länder und nicht zuletzt über Krieg. In Europa herrscht Krieg, das betonte auch Generalmajor Ronald Vartok, als er vor wenigen Tagen das Risikobild 2026 für Österreich präsentierte.


Viele Jahre wurde hierzulande militärisch abgerüstet, doch nun gelten neue Spielregeln. Laut Experten verlangt die veränderte, weltpolitische Situation eine Kehrtwende. Auch in Österreich wird ein Aufrüstungsprogramm vorangetrieben und weil das Bundesheer unter großem Personalmangel leidet, steht eine Reform des Wehr- und Zivildienstes bevor. Eine Verlängerung der Dienstzeiten ist wahrscheinlich und auch die Wehrpflicht von Frauen steht zur Diskussion. Die Wehrdienstkommission empfiehlt noch vor 2030 eine Datenerhebung zum Personal, mit der dann eine Ausweitung der Wehrpflicht auf Frauen begründet werden könnte. Zusätzlich soll schon jetzt eine verpflichtende Gesundheitsuntersuchung für junge Frauen (ähnlich der Stellung/Musterung bei jungen Männern) etabliert werden.


Meine und die jüngeren Generationen können sich die Widrigkeiten eines Krieges nicht annähernd vorstellen. Die Menschen in der Ukraine haben aber gezeigt, wer angegriffen wird, greift zur Waffe. Auch Frauen. Warum sollten also nicht auch wir auf eine Landesverteidigung vorbereitet werden? Der Dienst an der Waffe schreckt Frauen offenbar nicht ab, darauf deutet zumindest der stetige Zuwachs an Polizistinnen hin. In Vorarlberg sind mittlerweile ein Drittel der Polizeibediensteten Frauen. Tendenz steigend. Ebenso steigt der Anteil der Frauen beim Bundesheer, die freiwillig den Grundwehrdienst leisten.


An den traditionellen Geschlechterrollen vom kämpfenden Mann und der friedliebenden Frau wird also ordentlich gerüttelt. Ein verpflichtender Wehrdienst kommt für mich dennoch nicht in Frage. Frauen müssen Beruf und den Großteil der Care-Arbeit (Haushalt, Betreuung der Kinder und pflegebedürftigen Angehörigen) schultern und kämpfen damit bereits an mehreren Fronten. Außerdem verdienen sie nach wie vor deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Solange sich daran nichts ändert, kann es keine Wehrpflicht für Frauen geben. Erst wenn in allen Bereichen eine Gleichberechtigung herrscht, wäre auch eine Wehrpflicht für Frauen fair.
Solange sich am Status quo bezüglich Gleichberechtigung nichts ändert, wird die Verteidigung der Heimat auch in den nächsten 100 Jahren den Männern überlassen. Jeder von uns muss sich allerdings die Frage stellen, ob eine solche Herangehensweise in eine friedliche Zukunft führt.

von Burhan Yuece 28. Januar 2026
Eine Müllverbrennungsanlage mitten im Ortsgebiet – der richtige Standort? Ohne Bauchweh kann an eine Müllverbrennungsanlage in dieser Größenordnung mit weitreichenden Auswirkungen auf die Menschen und Umwelt im ganzen Walgau nicht wirklich gedacht werden. Der geplante Standort liegt praktisch mitten im Wohngebiet von Frastanz, deren besorgte Bewohner bisher „erfolgreich“ außenvor gelassen wurden. Die bisher an den Tag gelegte Scheu der Firma Rondo, auf berechtigte Anliegen und Fragen der unmittelbar betroffenen Menschen konstruktiv zu reagieren, erscheinen mir absolut keine gute Voraussetzung dafür zu sein, ein Großprojekt dieser Art erfolgreich zu realisieren. Die Versorgung der Verbrennungsanlage mit passenden Brennmaterialien soll ausschließlich mit LKWs abgedeckt werden - es wird nach offiziellen Angaben von 74 zusätzlichen LKW-Fahrten täglich von Montag bis Freitag gesprochen. Eine alternative Zubringervariante wurde laut Geschäftsführung von Rondo geprüft und für nicht möglich befunden. Auch hier drängt sich mir die Frage auf, ob ein anderer Standort mit besseren Zubringermöglichkeiten langfristig gedacht nicht sinnvoller wäre. Für die Bevölkerung führt diese Mehrbelastung zu Gesundheits- und Lebensqualitätseinbußen, nicht zuletzt zu vermehrten Gefahrensituationen. Von der erhöhten Abgas- und Schadstoffbelastung in der Luft noch gar nicht gesprochen. Mit Blick auf die bevorstehende UVP-Prüfung fordere ich ein kritisch-verantwortungsvolles Hinsehen aller Beteiligten im Sinne der bestmöglichen Gesundheitserhaltung von Mensch und Lebensraum. 
von Burcak Erdogan 28. Januar 2026
500.000 Euro für gemeinnützige Projekte
von Angelika Moder 28. Januar 2026
Brotfütterung ist Tierquälerei
von Marcus Ganahl 28. Januar 2026
Bühne 68 begibt sich auf Hohe See
von Burcak Erdogan 28. Januar 2026
Neuer Raum für Entwicklung
von Angelika Moder 28. Januar 2026
Seniorenfasching 2026
von Marcus Ganahl 28. Januar 2026
Gütesiegel verliehen
von Angelika Moder 28. Januar 2026
Jahreshauptversammlung mit großen Gefühlen
von Angelika Moder 27. Januar 2026
Go West beim Sängerball
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