Neujahrsempfang der Marktgemeinde Frastanz
Foto: Marktgemeinde Frastanz
Mit einem gut besuchten Neujahrsempfang startete die Marktgemeinde Frastanz am 9. Jänner 2026 in das neue Jahr. Unter dem Leitmotiv „Zentrum im Zentrum – Zukunft Frastanz“ wurde an diesem Abend deutlich, wie intensiv sich die Gemeinde in den kommenden Jahren der Weiterentwicklung des Ortskerns widmen wird.
Moderatorin Isabella Canaval führte informativ durch das Programm und eröffnete spannende Einblicke in den laufenden Prozess der Ortszentrumsentwicklung. Im Gespräch mit dem Architekten-Team Katharina Urbanek, Mathias Hähnig und Reinhold Locher wurde einmal mehr deutlich, wie viel Potenzial im zentralen Planungsgebiet zwischen Samina und Bahnhofstraße steckt.
Katharina Urbanek betonte beim gemeinsamen Austausch auf der Bühne, dass ein Ortszentrum stets ein lebendiger Organismus bleiben müsse: „Ein Zentrum darf kein eingefrorener Zustand sein. Es muss an einem Montagmorgen andere Bedürfnisse erfüllen als an einem Freitagabend und genau diese Vielfalt soll in Frastanz künftig sichtbar und erlebbar werden.“ Mathias Hähnig hob die Bedeutung eines sorgsamen Umgangs mit bestehenden Strukturen hervor: „Wir planen ein generationenübergreifendes Programm, das für alle attraktiv ist. Dabei wollen wir auch die wertvollen, alten Baumbestände bewusst erhalten und in die Gesamtgestaltung integrieren.“ Architekt Reinhold Locher ergänzte: „Unser Ziel ist es, aus den vorhandenen Qualitäten heraus ein Frastanz zu entwickeln, das funktional und zukunftsfähig ist. Die Marktgemeinde Frastanz als Eigentümerin zentraler Gebäude und Flächen im Dorfkern, kann aktiv ein lebendiges, durchmischtes Zentrum mit sozialstruktureller Balance entwickeln.“
Der Abend wurde vom Klarinetten-Ensemble der Musikschule Walgau musikalisch umrahmt und die Poetry-Slammerin Tina Strohmaier begeisterte das Publikum mit einem eigens verfassten Text.
Rückblick und Ausblick
Bürgermeister Walter Gohm blickte im Gespräch mit Moderatorin Isabella Canaval auf die zahlreichen Projekte zurück, die 2025 erfolgreich umgesetzt wurden. Beispielsweise erläuterte Walter Gohm die umfassende Fertigstellung des Naturbades Untere Au, die Erweiterung des Freiraums an der Samina, die neu geschaffene sichere Radwegverbindung entlang der Ill zwischen Frastanz und Feldkirch sowie die Familie+ Zertifizierung. Gohm dankte allen Beteiligten und betonte, wie wichtig regionale Zusammenarbeit sei.
Auch im Jahr 2026 verfolgt die Marktgemeinde ambitionierte Ziele. Die Fertigstellung des Bildungszentrums Fellengatter mit Kinderbetreuung, Kindergarten und Volksschule sowie Vereinsräumlichkeiten, der Ausbau der Kreislaufwirtschaft im Rahmen von GrünGutErde Walgau in der Glätscha, die Planungen für den barrierefreien Bahnhof und den Ausbau zur Mobilitätsdrehscheibe Walgau-West sowie der begonnene Bürger:innenbeteiligungsprozess zur Zentrumsentwicklung markieren zentrale Meilensteine des noch jungen Jahres. Vizebürgermeisterin Michaela Gort fasste die Bedeutung dieses Projektes zusammen: „Wir erleben gerade eine Phase, in der sich Frastanz stark entwickelt. Diese Entwicklung gemeinsam mit der Bevölkerung zu gestalten, ist eine große Chance.“
Die Schwerpunkte der Projekte für das Jahr 2026 sind die Weiterführung laufender Bau- und Infrastrukturmaßnahmen sowie der Prozess zur Zentrumsentwicklung mit der Beteiligung der Frastanzerinnen und Frastanzer. Die Marktgemeinde wird an diesem Thema in den kommenden Monaten strukturiert weiterbearbeiten und die Öffentlichkeit regelmäßig über Fortschritte informieren. (pd)






