Ein Tag in KleinFeldkirch
Kinderreporter Valentina und Leopold berichten von ihrer „Stadt“
Fotos: Stadt Feldkirch
Wir sind Valentina (12) und Leopold (11) und wir arbeiten bei der Zeitung in KleinFeldkirch und dürfen euch dieses Projekt vorstellen.
Schon um 8.15 Uhr trudeln die ersten Kinder vor den Toren der Kinderstadt KleinFeldkirch im Alten Hallenbad im Reichenfeld ein. Alle warten gespannt darauf, dass sie um 9 Uhr eingelassen werden. Die letzten 10 Sekunden zählen alle zusammen runter. Danach gibt es kein Halten mehr.
Eine Stadt in Kinderhand
Die Kinderstadt KleinFeldkirch ermöglicht uns Kindern, in die Rolle der Erwachsenen zu schlüpfen, viele Jobs kennenzulernen und die Stadt im Kleinen zu verändern. Bis zu 250 Kinder im Alter von sieben bis 12 Jahren nehmen täglich teil. So wird das alte Hallenbad im Reichenfeld in den letzten drei Ferienwochen zur Stadt der Kinder.
Und so funktioniert der Tag
Die Kinder werden immer erst beim Meldeamt registriert und holen sich dann beim Arbeitsmarktservice einen Job. Von der Spenglerei bis hin zum Fernsehstudio ist alles dabei. Damit wirklich alle mitmachen können, gibt es auch Inklusionsbetreuer, die den Kindern helfen. Nach der Arbeit kann man mit dem Lohnzettel zur Bank gehen und seinen Lohn in Lasuten (die Währung in KleinFeldkirch) abholen. Ebenfalls muss man 20 Prozent Steuern bezahlen. Mit diesem Lohn kann man sich dann bei der Wirtschaftskammer/Laden frisches Gebäck und selbstgemachte Produkte kaufen. Im Gasthaus kochen wir mithilfe der Betreuer auch das Mittagessen und verkaufen es für drei Lasuten.
Unterhaltungsprogramm
Über den Tag verteilt finden auch Theateraufführungen, Talenteshows und Gerichtsverhandlungen statt. Um 15.30 Uhr kommt dann auch KleinFeldkirch Heute auf die Leinwand. Wir machen auch Ausflüge, wie zum Beispiel zum Sunnahof, zur Polizeiinspektion, zur Feuerwehr oder zum Bauhof.
Selbstverständlich Politik
Es gibt auch eine eigene Politik in KleinFeldkirch. Wir wählen Stadträte/Stadträtinnen und Bürgermeister/Bürgermeisterinnen. Dafür muss man aber Feldbürger/Feldbürgerin sein. Um Feldbürger zu werden, braucht man mindestens vier Arbeitsstunden und vier Universitätsstunden. Die Wahlen finden immer donnerstags statt.
Die vielen Jobs, Aufführungen und die netten Betreuer machen dies zu einem unvergesslichen Erlebnis! Vielleicht findet man auch einen Job, den man später auch mal genauer unter die Lupe nehmen möchte. (Von Valentina und Leopold)





