L203 soll sicherer werden

Lustenau fordert rasche Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit

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    Nach zuletzt schweren Unfällen fordert Lustenau einen raschen Sicherheitsgipfel für die L203.

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Foto: Maurice Shourot

Lustenau fordert nach mehreren schweren Verkehrsunfällen ein rasches Handeln, um die Sicherheit auf der L203 zu erhöhen.

Die L203 ist die wichtigste Verkehrsachse durch Lustenau. Täglich befahren stellenweise mehr als 20.000 Fahrzeuge die Landesstraße. Vor allem der starke Pendler- und Schwerverkehr zur und von der Schweizer Grenze sorgt seit Jahren für Diskussionen über Lärm, Staus und Sicherheitsprobleme. Nach zuletzt zwei tödlichen Unfällen mit Radfahrern und Lkw sowie einem weiteren schweren Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Lkw fordern die Lustenauer Koalitionspartner nun einen raschen Verkehrssicherheitsgipfel mit dem Land Vorarlberg, der BH, der Polizei und unabhängigen Verkehrsplanern. Ziel ist es, bekannte Gefahrenstellen entlang der Landesstraße systematisch zu analysieren und konkrete Verbesserungen auf den Weg zu bringen. Vorgeschlagen werden unter anderem sicherere Kreuzungen, die Überprüfung von Ampelphasen, Verbesserungen für den Rad- und Fußverkehr, verstärkte Geschwindigkeitskontrollen sowie Tempoanpassungen an besonders sensiblen Stellen, etwa vor Schulen und Kindergärten. Zudem sollen Konfliktpunkte zwischen Schwerverkehr, Radfahrenden und Fußgängern entschärft und Möglichkeiten zur Entlastung des Ortsgebiets vom Lkw-Verkehr geprüft werden.

Da die L203 eine Landesstraße ist, kann die Gemeinde bauliche Maßnahmen allerdings nicht selbst umsetzen und ist auf die Zusammenarbeit mit dem Land angewiesen. Innerhalb von 100 Tagen sollen die zuständigen Stellen daher öffentlich darlegen, welche Maßnahmen umgesetzt werden, wann diese erfolgen, welche Vorhaben derzeit nicht realisierbar sind und wer dafür die Verantwortung trägt. Unterstützung erhält die Forderung nach einem Sicherheitsgipfel auch von den Grünen. „Seit Jahren hören die Menschen vor allem, was alles nicht geht. Nach den jüngsten schweren Unfällen müssen wir endlich darüber sprechen, was möglich und notwendig ist. Verantwortung bedeutet, Entscheidungen zu treffen. Wer bei jeder Lösung zuerst erklärt, warum sie nicht funktioniert, trägt nichts zur Sicherheit der Menschen bei“, appelliert Bürgermeister Patrick Wiedl an die zuständigen Stellen des Landes. (mm)