Rheinbähnle durch Radbrücke gefährdet
Foto: Rhein-Schauen
Die neue Radbrücke zwischen Lustenau und Au gefährdet die historische Strecke des beliebten Rheinbähnles.
Wenn in diesen Tagen die Lokomotiven und Waggons des Rheinbähnle zu den traditionellen Osterfahrten erstmals wieder rollen, ist die Freude groß. Doch hinter den Kulissen sorgt die neue Radbrücke zwischen Lustenau und Au für Sorge um die Zukunft der beliebten Bähnle-Attraktion am Rhein.
Der Grund: Eine der Strecken des Rheinbähnles führt vom Werkhof in der Höchsterstraße Richtung Wiesenrain – genau dort, wo die neue Brücke gebaut wird. Laut Vereins-Obmann Peter Heine müsste eine kostspielige Unterführung errichtet werden. Die geschätzten Kosten: mehrere hunderttausend Euro. Eine Finanzierung sei derzeit nicht in Sicht, der Verein könne diese Summe nicht selbst tragen und so könnte auch die Strecke Richtung Wiesenrain wegfallen. Nach mehreren bisherigen Streckenkürzungen bliebe dann wohl nur noch die Fahrt vom Werkhof ins Naturschutzgebiet zum Bodensee erhalten.
Ob sich der Betrieb unter diesen Umständen wirtschaftlich noch lohnt, sei unklar und müsse geprüft werden. Die Vereinsverantwortlichen kritisieren zudem fehlendes Interesse und Unterstützung seitens der Landes- und Bundespolitik, um die historische Trasse langfristig zu sichern. Die Planung der Radbrücke zeige dies erneut auf. (mm)




