Schwimmbojen können Leben retten
Gratis-Verleih an zwei Badestellen erhöht Sicherheit am Bodensee
Foto: Vincent Großkopf
Schwimmbojen können im Notfall Leben retten. An zwei Badestellen am Bodensee wird es daher ab sofort Schwimmbojen zum kostenlosen Ausborgen geben.
Damit Einheimische und Gäste das Schwimmen im Bodensee möglichst sicher genießen können, wurden an zwei Badestellen in Bregenz jeweils zehn gut sichtbare Schwimmbojen installiert. Die Bojen erhöhen die Sichtbarkeit und Sicherheit im Wasser und verfügen zusätzlich über ein wasserdichtes Staufach, in dem kleinere Wertgegenstände während des Schwimmens trocken verstaut werden können.
Zur Verfügung gestellt wurden die Bojen von der Präventionsinstitution KFV. Die Stadt Bregenz verfügt somit über die ersten zwei kostenlosen Bojenverleihstationen in Österreich. Die Initiative wird auch vom Landesverband Vor-
arlberg der Österreichischen Wasserrettung sehr begrüßt und unterstützt.
Schwimmboje mitführen
Die Handhabung ist einfach: Boje entnehmen, bei Bedarf Wertgegenstände im wasserdichten Staufach verstauen, Hüftgurt anlegen und nach dem Schwimmen wieder an der Verleihstation zurückhängen. Martin Pfanner vom KFV erklärt dazu: „Wer sich in offenen Gewässern vom Ufer entfernt, sollte eine Schwimmboje mitführen. Falls man müde wird, kann man sich daran festhalten und um Hilfe rufen beziehungsweise nach einer Erholungsphase ans Ufer zurückschwimmen. Aber Achtung: Schwimmbojen sind keine Schwimmhilfen beziehungsweise Schutzausrüstung und nur für gute Schwimmerinnen und Schwimmer zur Unterstützung geeignet.“
17 Todesfälle im Bodensee
Wie eine Auswertung der Todesursachenstatistik der Jahre 2015 bis 2024 durch das KFV zeigt, sind in diesem Zeitraum insgesamt 22 Menschen in Vorarlberg ertrunken. Im Jahr 2024 kamen zwei Menschen bei Badeunfällen ums Leben; beide Fälle ereigneten sich am Bodensee. Am gesamten Bodensee, einschließlich Schweiz und Deutschland, starben 2024 insgesamt 17 Menschen.
Tipps:
– Nie alleine schwimmen! Möglichst immer in Sichtweite anderer Personen bleiben.
– Schwimmboje mitnehmen: vor allem bei längeren Schwimmstrecken.
– Schwimmwesten dienen primär als Schwimmhilfen, Rettungswesten drehen bewusstlose Personen im Notfall in eine sichere Lage und halten den Kopf über Wasser.
– Kreislauf schonen! Nach längeren Sonnenbädern langsam ins Wasser gehen.
– Eigene Kräfte realistisch einschätzen!
– Kinder nie unbeaufsichtigt lassen! Sie können bereits in wenigen Sekunden und auch in flachem Wasser unbemerkt in eine lebensgefährliche Situation geraten. (pd)






