Platanen müssen weichen
Sanierung der Moosmahdstraße macht Austausch der Altbäume notwendig
Foto: Stadt Dornbirn
Die Stadt Dornbirn bereitet eines ihrer größten Tiefbauvorhaben der kommenden Jahre vor: die umfassende Neugestaltung der Moosmahdstraße.
Im Zentrum des Projekts steht nicht nur die Sanierung des in die Jahre gekommenen Kanalnetzes. Sämtliche unterirdischen Leitungen – Wasser, Strom, Fernwärme und Telekommunikation – werden erneuert. Darüber hinaus wird der Straßenraum komplett neu gestaltet: breitere Gehsteige, moderne Beleuchtung, attraktivere Vorzonen für Geschäfte sowie neue Baumpflanzungen nach dem Schwammstadtprinzip sollen künftig für mehr Aufenthaltsqualität sorgen.
Ein Baumgutachten brachte allerdings eine ernüchternde Erkenntnis: Die vier Platanen am Eingang der Moosmahdstraße können nicht erhalten werden. Der Straßenzug zählt zu den am dichtesten verbauten Leitungsbereichen der Stadt, nahezu jede Leitung verläuft im direkten Wurzelnahraum. Bei Sondierungen zeigte sich zudem, dass die Bäume einst in massive Betontröge gesetzt wurden – kombiniert mit verdichtetem, nährstoffarmem Boden und Vorschäden durch frühere Bauarbeiten. Selbst aufwändige Maßnahmen wie das Öffnen der Tröge oder ein händisches Freilegen der Wurzeln könnten die Standfestigkeit nicht verlässlich sichern. Ein Kopfschnitt und Abspannungen wären nötig, das Restrisiko eines späteren Umsturzes bliebe aber bestehen. Der Gutachter empfiehlt daher, die Platanen zu ersetzen und den Bereich im Zuge des Gesamtprojekts mit klimaresilienten Neupflanzungen neu aufzubauen. Insgesamt sollen rund 50 neue Bäume nach dem Schwammstadtprinzip gesetzt werden – mit deutlich besseren Wachstumsbedingungen und einer langfristig stabilen Entwicklung. (pd)








