Premiere im Kieswerk

Nachkriegsgeschichte wird am Alten Rhein lebendig

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    Das Publikum erlebte im Kieswerk am Alten Rhein eine eindrucksvolle Theaterspaziergang-Premiere.

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Foto: Privat/Giesinger

Im Altacher Theater im Kies am Alten Rhein erlebte das Publikum die Premiere von „Riebl eassa, wähla go“.

Das Stück „Riebl eassa, wähla go“ von Autorin Heidi Salmhofer feierte im Kieswerk am Alten Rhein eine gelungene Premiere. Es entführte das Publikum in die Jahre 1945 und 1946 – eine Zeit zwischen Mangel, Unsicherheit und vorsichtigem Neubeginn. Gemeinsam mit drei verschiedenen Figuren des Stücks wanderte das Publikum über das Areal am Alten Rhein und begegnete Geschichten, wie sie sich hier nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zugetragen haben könnten. Die Inszenierung nutzte die besondere Kulisse des Kieswerks eindrucksvoll und verband historische Inhalte mit einem unmittelbaren, erlebbaren Zugang. So wurden Szenen aus der Nachkriegszeit in Altach und Hohenems anschaulich und greifbar. Schauspieler aus Vorarlberg und der benachbarten Schweiz überzeugten mit großer Authentizität, viel Gefühl und feinem Humor. Die Aufführung war geprägt von spürbarem Engagement und viel Liebe zum Detail. Die Premiere zeigte eindrucksvoll, wie intensiv Geschichte in diesem Format vermittelt werden kann – als Theatererlebnis, das berührt und nachwirkt. Weitere Vorstellungen finden an den kommenden beiden Wochenenden statt. (mm)