Quartiere mit Konzept
Vorhandene Flächen nutzen
Foto: Stadt Feldkirch
Größere Entwicklungsflächen werden in Feldkirch nicht isoliert entwickelt, sondern auf Grundlage eines Gesamtkonzepts.
Damit verfolgt die Stadt ein klares Ziel: Neue Quartiere sollen sich in ihre Umgebung einfügen, langfristig funktionieren und einen Mehrwert schaffen. Dieses Prinzip ist unter anderem im Räumlichen Entwicklungskonzept (REK) 2019 festgehalten.
Qualität sichern
Für öffentliche und private Flächen gelten dabei hohe Ansprüche an die städtebauliche Qualität. Zur Sicherung setzt die Stadt auf den Fachbeirat für architektonische und städtebauliche Fragen, kooperative Verfahren sowie Ideenwettbewerbe. „Ein neues Quartier braucht mehr als einzelne Gebäude. Wohnen, Arbeiten, Mobilität und Freiräume müssen zusammenspielen“, betont Bürgermeister Manfred Rädler.
Beispiel Bahnhofcity
Wie das gelingen kann, zeigt die Bahnhofcity. Ihre Entwicklung begann bereits vor mehr als 20 Jahren. Damals kaufte die Stadt Brach- und Bauflächen rund um den Bahnhof und schuf damit die Grundlage für ein zusammenhängendes Quartier. Ein städtebaulicher Wettbewerb definierte die Struktur der Bebauungspläne von 2007 und 2017. Das Areal wurde gemeinsam mit den ÖBB und der FB Future Bauart entwickelt. Die im April 2023 eröffnete Bahnhofcity verbindet die zentrale Mobilitätsdrehscheibe mit Wohnraum, Geschäfts- und Dienstleistungsflächen und wertet ein innerstädtisches Areal auf.
Flächen nutzen
„Durch eine vorausschauende Bodenpolitik und klare Qualitätsziele können aus einzelnen Flächen neue Quartiere entstehen“, erklärt Stadtplanungsstadtrat Thomas Spalt. Dieser Umgang mit Flächen wurde auch überregional gewürdigt. Beim LandLuft Baukulturgemeinde-Preis 2021 wurde Feldkirch unter anderem für die Innenentwicklung und die aktive Bodenpolitik ausgezeichnet. Die Entwicklung bestehender Areale hat dabei Vorrang vor Projekten auf der grünen Wiese. (pd)





