Rankweiler Ausgaben steigen weiter

Marktgemeinde auch in diesem Jahr wieder mit negativem Nettoergebnis

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    Hohe Transferzahlungen und steigende Sachkosten belasten auch 2026 das Budget der Marktgemeinde Rankweil. 

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Foto: Hartinger

Das Budget der Marktgemeinde Rankweil bleibt angespannt. Für das laufende Jahr sind Ausgaben von 56,9 Millionen Euro und Erträge von 48,18 Millionen Euro veranschlagt.

Nach Rücklagenveränderungen ergibt sich somit ein negatives Nettoergebnis von minus 9,38 Millionen Euro – deutlich mehr als im Vorjahr (minus 6,8 Mio. Euro). Trotz einer konsequenten Finanzpolitik konnten die Ausgaben angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen nicht weiter gesenkt werden. Einer der Haupttreiber auf der Ausgabenseite sind die Transferaufwendungen. Diese steigen um rund eine Million Euro auf 16,98 Millionen Euro. Ursache sind gesetzlich vorgeschriebene Zahlungen wie Beiträge zum Spitals- und Sozialfonds sowie weitere Transfers an öffentliche Träger, auf die die Gemeinde kaum Einfluss hat. Der Sachaufwand erhöht sich um 3,63 Millionen Euro beziehungsweise 19,6 Prozent, vor allem durch notwendige Instandhaltungen, höhere Reinigungskosten und inflationsbedingte Preissteigerungen. Der Personalaufwand sinkt hingegen leicht um 1,11 Millionen Euro, was auf den Personalwechsel zum neuen Bauamt Vorderland zurückzuführen ist.


Deutlich rückläufig sind die Investitionen: Mit 6,78 Millionen Euro liegen sie um 36 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Zu den größten Projekten zählen der Entlastungskanal in der Appenzellerstraße, Straßeninstandsetzungen, der Umbau der Großküche im Haus Klosterreben, Sanierungen an Schulen und gemeindeeigenen Gebäuden, sowie die Planung eines Jugendhauses. Zur Finanzierung ist eine Darlehensaufnahme von 9,77 Millionen Euro geplant, wodurch die Pro-Kopf-Verschuldung auf 2.883 Euro steigt. Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall betont dazu: „Die Herausforderungen sind groß. Unser Fokus liegt darauf, die finanzielle Stabilität der Marktgemeinde zu sichern und gleichzeitig die Lebensqualität für die Bevölkerung zu erhalten.“ (pd)

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