Senioren-Betreuung Feldkirch
30 Jahre für die Lebensqualität im Alter
Foto: Stadt Feldkirch
Als die Senioren-Betreuung Feldkirch GmbH (SBF) 1996 als Tochterunternehmen der Stadt gegründet wurde, markierte dies den Beginn einer neuen Ära in der städtischen Pflegekultur. Statt auf ein einzelnes Großprojekt zu setzen, entschied sich die Stadt für ein ganzheitliches Altenhilfekonzept unter dem heute noch aktuellen Leitsatz: So viel ambulant wie möglich, so viel stationär wie nötig.
Was als mutiges Pilotprojekt begann, hat sich zu einem eng vernetzten System entwickelt. Heute betreibt die SBF vier moderne Pflegeheime in Gisingen, Nofels, Tosters und der Schillerstraße, die neben 174 Langzeitpflegeplätzen auch Angebote zur Urlaubs- und Überleitungspflege anbieten, um pflegende Angehörige zu entlasten. Zudem sichert die Senioren-Betreuung Feldkirch durch zentrale Dienste wie Essen auf Rädern, der Servicestelle für Pflege und Betreuung und der engen Zusammenarbeit mit ambulanten Diensten wie dem Krankenpflegedienst und dem Mobilen Hilfsdienst die Selbstständigkeit im eigenen Zuhause.
Erfolgsfaktor Personal
Ein Erfolgsfaktor ist die Förderung des Nachwuchses. Mit der Einführung der dualen Pflegelehre im Jahr 2023 und attraktiven Modellen für Quereinsteiger:innen begegnet die SBF aktiv dem Fachkräftemangel. Aktuell sorgen 233 Mitarbeiter:innen aus über 30 Nationen für das Wohl der Bewohner:innen.
Vorausschauende Planung
Der Blick richtet sich zum Jubiläum jedoch nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorne. Prognosen zeigen, dass bis 2050 rund 4.000 zusätzliche Menschen mit Pflegebedarf in Feldkirch leben werden. Die Stadtvertretung hat daher eine umfassende Bedarfsplanung für die stationäre Langzeitpflege verabschiedet. Somit erfordert der Ausblick auf die kommenden Jahrzehnte auch vorausschauendes Handeln. Aus diesem Grund setzt die Stadt Feldkirch verstärkt auf präventive Netzwerke, digitale Assistenzsysteme zur Entlastung des Personals sowie auf die Entwicklung neuer Wohnformen für Senior:innen. Ziel bleibt es, Pflegebedürftigkeit durch gezielte Förderung der Gesundheit so lange wie möglich hinauszuzögern. (pd)





