Wenn relevante Fakten fehlen


Die Firma Rondo schreibt im Walgaublatt vom 19. März mit Bezug auf das geplante „Kraftwerks-Projekt“ von einem „klaren Zeichen von regionaler Verantwortung“. Es werde Erdgas eingespart, es gehe um Energieautonomie, um Kreislaufwirtschaft und schließlich um Arbeitsplatz-Sicherung.

Das klingt alles sehr schön, jedoch fehlen die relevanten Fakten: In Wahrheit ist das sogenannte „Reststoff-Kraftwerk“ eine Müllverbrennungs-Anlage. Laut Projektunterlagen wäre vorgesehen, bis zu 122.000 Tonnen Restmüll pro Jahr am Standort Frastanz zu verbrennen. Umgerechnet rund 330 Tonnen pro Tag.

Etwa ein Drittel sind Reststoffe der Produktion bei Rondo. Zwei Drittel davon – 220 Tonnen - müssten auf der Straße nach Frastanz transportiert werden.

Täglich etwa siebzig Groß-LKW. Dieser Standort im Walgau, in einem Tal mit kleinklimatischen Verhältnissen, ist für ein solches Müllverbrennungs-Projekt ein klares NoGo. Ca. 92.000 Kubikmeter Rauchgase, die mit Luftschadstoffen belastet sind, würden sich pro Stunde in der Umgebung und im Tal ausbreiten. Besonders bei Inversionswetterlagen eine Gesundheitsgefährdung wegen der mit Schadstoffen belasteten Atemluft. Dies ist weder der Bevölkerung, die heute hier lebt, arbeitet und die Freizeit verbringt, noch zukünftigen Generationen zumutbar! Werte Bewohnerinnen und Bewohner der Regio Walgau und Großfeldkirch.

Es gibt die Möglichkeit, selbst regionale Verantwortung wahrzunehmen und eine entsprechende Bürgerinitiative zu unterstützen.


Armin Amann