„StoP“-Aktion in Feldkirch

Häusliche Gewalt sichtbar machen mit Ihrer Hilfe

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    StoP - mooi market in der Kreuzgasse ist dabei.

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Foto: Lingg

Das Projekt „Stadt(teile) ohne Partnergewalt“, kurz StoP, setzt auf gemeinsames Handeln gegen häusliche Gewalt. In Feldkirch werden dazu Geschirrtücher gesammelt.

Koordiniert vom Institut für Sozialdienste und in enger Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden will StoP Bewusstsein schaffen und Menschen dazu ermutigen, bei Gewalt nicht wegzusehen, sondern aktiv zu helfen – etwa durch Ansprechen Betroffener oder das Einschalten der Polizei.

Feldkirch ohne Partnergewalt
In Feldkirch macht eine aktuelle Aktion auf das Thema aufmerksam. Da jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens Gewalt erlebt – oft im eigenen Zuhause –, werden an verschiedenen öffentlichen Orten, unter anderem beim Bürgerservice, Montforthaus, mooi market oder beim Dogana, Geschirrtücher gesammelt.

Diese stehen symbolisch für das Zuhause, das für viele Frauen jedoch kein sicherer Ort ist. Die Geschirrtücher sollten sauber sein, dürfen aber eine Vergangenheit aufweisen, wie Flecken, die als Wunden immer sichtbar bleiben. Oder ein Brandloch, das auch in der Seele entsteht, wenn Gewalt ausgeübt wird.

Was mit den Tüchern passiert

Die gesammelten Geschirrtücher werden in Workshops – etwa in Schulen, bei Stadtteilfesten und im öffentlichen Raum – gemeinsam gestaltet. Mit Worten, Symbolen, Bildern und Botschaften setzen die Beteiligten ein Zeichen gegen Gewalt und für Schutz, Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung. Aus den einzelnen Tüchern entsteht ein großes Segel – ein gemeinsames, sichtbares Zeichen. Dieses Segel wird im Rahmen der „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ symbolisch in der Stadt gehisst.


Nein zu Fast-Fashion
Am 11. April von 10 bis 13 Uhr veranstaltet Südwind Vorarlberg eine Kleidertauschparty im Haus am Katzenturm. Als Zeichen zu StoP werden während dieser Zeit auch die ersten gesammelten Geschirrtücher gestaltet. Einfach vorbeikommen und mitmachen. (ice)