Straßenbahn in Dornbirn
Von 1902 bis 1938 verband sie Dornbirn und Lustenau
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Kurz nach der Erhebung Dornbirns zur Stadt ging am 30. November 1902 auch die Elektrische Bahn Dornbirn–Lustenau (EBDL) in Betrieb.
Die Straßenbahn mit 1000 Millimeter Spurweite verband die beiden Gemeinden über rund 12,6 Kilometer – vom Dornbirner Bahnhof über die Sägerbrücke entlang der heutigen Autostraße nach Lustenau. Über die Kaiser-Franz-Josef-Straße, den Kirchplatz und die Kirchstraße fuhr die Straßenbahn dann weiter über die Reichsstraße bis zum Gasthaus Linde, wo sie in die Rheinstraße abbog, um bis zur Endstation bei der damaligen Unterfahrbrücke zu fahren, von wo der Bahnhof in Au leicht zu erreichen war.
Ein Problem der Bahn, sie war sehr langsam. 35 Läufer vom FC Lustenau rannten 1919 bei einem Wettrennen in knappen 20 Minuten von Dornbirn nach Lustenau – die Straßenbahn brauchte rund zehn Minuten länger.
Neben dem Personenverkehr transportierte die „Tram“ auch 700 bis 900 Tonnen Güter pro Jahr. Nach der Weltwirtschaftskrise und dem „Anschluss“ Österreichs wurde der Betrieb 1938 eingestellt und durch Busse ersetzt.
125 Jahre Dornbirn
Vor 125 Jahren wurde Dornbirn zur Stadt erhoben. Anlässlich des Jubiläums blickt der Anzeiger in diesem Jahr regelmäßig auf die Geschichte der Stadt Dornbirn zurück. (mm)






