Tostner Funken am Montikel
400 Stunden Ehrenamt für gelebte Tradition
Foto: Andreas Walser
Seit 1980 steht die Funkenzunft Tosters Dorf für gelebtes Brauchtum und klare Haltung. Der Funkensonntag ist Tradition.
Auch heuer entsteht am Montikel wieder ein besonderer Funken, getragen von hunderten Stunden ehrenamtlicher Arbeit und großem Engagement für die Dorfgemeinschaft.
Der Aufbau
Rund 40 Arbeitsstunden fließen bereits am Dienstagnachmittag allein in das Aufstellen der Funkentanne. Am Freitag kommen weitere 100 Stunden hinzu, am Samstag nochmals 150 Stunden nur für den Aufbau des Funkens. Sämtliche Arbeiten werden ausschließlich von Ehrenamtlichen der Funkenzunft Tosters Dorf geleistet. Auch am Sonntag selbst fallen im Festbetrieb noch einmal rund 100 Arbeitsstunden an. Und wenn die Flammen längst erloschen sind, werden am Montag weitere 50 Stunden für das Aufräumen investiert.
Der Verein versteht sich als traditionelle Funkenzunft. Bewusst legt man Wert darauf, den Funkensonntag in seiner ursprünglichen Form zu bewahren. Im Mittelpunkt stehen das gemeinsame Erlebnis und die Pflege des Brauchtums.
Die „Hexe“
Ein besonderes Augenmerk gilt auch heuer wieder der „Hexe“. Bereits zum zehnten Mal wird sie von Bettina Bertsch gefertigt. Als Zeichen der Wertschätzung darf sie den Funken in diesem Jahr entzünden. Der Zunft ist wichtig, klarzustellen, dass die Hexe den Winter symbolisiert. Man distanziere sich ausdrücklich vom Begriff des „Hexenverbrennens“. Es geht nicht um das Verbrennen einer Hexe, sondern um das symbolische Vertreiben des Winters.
Ein fixer Bestandteil des Programms ist der Kinderfunken. Am Sonntag um 15.30 Uhr beginnt der Kinderfunkenbau. Bereits im Vorfeld erhielten alle Kindergarten- und Volksschulkinder einen Gutschein für ein Gratis-Würstle. Die Fackeln werden am Funkensonntag um 17.30 Uhr bei der Abzweigung Pfänderweg ausgegeben.
Der Tostner Funken am Montikel wird am Funkensonntag mit Bewirtung ab 14 Uhr gefeiert. Nach dem Abbrennen des Funkens am Abend trifft man sich traditionell noch im Gasthaus Löwen in Tosters, mit „den letzten Drei“. Stimmungsvoller Ausklang – ganz im Sinne einer Dorfgemeinschaft, die ihr Brauchtum seit Jahrzehnten mit Herz und Überzeugung lebt - wird geboten. (ice)








