Wespen derzeit sehr aktiv

Wann ein Stich gefährlich wird erklärt Oberärztin Michaela Ranta

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    OÄ Michaela Ranta

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Foto:  Karin Nussbaumer

Nach einem auffallend ruhigen Frühsommer sind Wespen derzeit wieder deutlich präsenter. Für die meisten Menschen bleibt ein Stich unangenehm, gefährlich kann es aber trotzdem werden.

Ob beim Grillen im Garten oder im Schwimmbad – Wespen sind derzeit kaum zu übersehen und werden vielfach als aufdringlich wahrgenommen. Tatsächlich sind die Tiere verstärkt auf Nahrungssuche, wie der ORF berichtet. Grundlos aggressiv seien Wespen in der Regel aber nicht. „Für die meisten Menschen ist der Stich einer Wespe oder Biene zwar unangenehm, aber harmlos. Die Schmerzen verschwinden meist nach kurzer Zeit, spätestens nach drei Tagen sollten sie ganz ausklingen und Schwellungen merklich zurückgegangen sein“, erklärt Oberärztin Michaela Ranta von der Allergieambulanz der HNO-Abteilung am LKH Feldkirch. Ist nach diesem Zeitraum keine Besserung eingetreten, sollte eine Arztpraxis aufgesucht werden. Als Sofortmaßnahme empfiehlt Ranta, die Einstichstelle gründlich zu desinfizieren und kontinuierlich zu kühlen. Das wirkt einer stärkeren Schwellung entgegen.

Stiche in Mund und Rachen
Stiche in Mund, Rachen oder Hals sind gefährlich, so Ranta: „Dann ist Eile geboten, durch die Schwellung kann die Atmung erschwert werden oder völlig zum Erliegen kommen. In so einem Fall muss umgehend ärztliche Hilfe organisiert werden.“ Besondere Vorsicht gilt auch für Menschen mit einer Bienen- oder Wespengiftallergie. Eine allergische Reaktion kann sich durch Hautausschlag, Kopfschmerzen, Schwindel, oder Atemnot bemerkbar machen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem anaphylaktischen Schock. Kribbeln und Brennen im Mund- und Rachenbereich, Herzrasen, Blutdruckabfall, oder Erbrechen können Warnzeichen sein. Allein im LKH Feldkirch werden jährlich rund 30 Patienten wegen des Verdachts auf eine Bienen- oder Wespengiftallergie getestet. (ice)