Älpler kehren ins Tal zurück
Drei Samstage stehen in Dornbirn ganz im Zeichen der Alpabtriebe
Foto: Lukas Hämmerle
Nach einem Sommer auf den Dornbirner Alpen kehren im September rund 1.200 Rinder wieder zurück ins Tal.
Glocken erklingen, die Herden ziehen talwärts und für die Älpler geht ein arbeitsreicher Sommer in den Bergen zu Ende. Im September prägen wieder die traditionellen Alpabtriebe das Bild in Dornbirn. An drei Samstagen kehren die Tiere von den Alpen zurück und werden bei der Enz ihren Besitzern übergeben. Den Auftakt machen am 12. September die Alpen Ilgenwald, Valors, Kobel-Obersehren und Jägerswald. Während ein Teil des Viehs abtransportiert wird, ziehen rund 102 Tiere der Alpe Kobel-Obersehren beim eigentlichen Alpabtrieb ins Tal. Ihre Ankunft bei der Viehscheide Enz ist gegen 12.35 Uhr vorgesehen.
Der große Haupttermin folgt am 19. September. Dann machen sich rund 560 Tiere der Alpen Gschwend, Unterfluh-Altenhof und Gunz-
moos-Obermörzel auf den Weg ins Tal. Die ersten Herden werden gegen Mittag bei der Enz erwartet, weitere folgen im Laufe des Nachmittags. Dort wird die Rückkehr zum kleinen Volksfest: Die Hatler Musig sorgt für musikalische Unterhaltung und Bewirtung. Zum Abschluss steht am 26. September der Alpabtrieb der Alpe Wöster auf dem Programm. Rund 300 Tiere von Laubach und Nest sowie Hasengerach werden gegen Mittag bei der Enz erwartet. Dieser Alpabtrieb findet ohne Musik und Bewirtung statt.
Insgesamt verbrachten heuer rund 1.200 Rinder den Sommer auf den Dornbirner Alpen. Mit ihrer Rückkehr ins Tal lebt eine Tradition weiter, die seit Generationen zum Jahresrhythmus der heimischen Landwirtschaft gehört und jedes Jahr zahlreiche Zuschauer anzieht. Die Bewirtschaftung der Alpen ist dabei ein wichtiger Teil der heimischen Landwirtschaft und trägt wesentlich dazu bei, die offene Kulturlandschaft in den Bergen zu erhalten. Durch die Beweidung werden Flächen gepflegt, die ohne landwirtschaftliche Nutzung zunehmend verwalden würden. (pd)







