Jugendliche zeigen Organisationstalent

Erfolgsgeschichte aus dem Klassenzimmer in Ludesch - 1.000 Euro für die Wirtschaftswoche

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    Wirtschaftsbildung durch echtes Handeln. Die Jugendlichen waren mit Begeisterung dabei.

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Foto: Brigitte Rambichler-Praxmarer

Die Jugendlichen der Mittelschule in Ludesch haben ein ganz besonderes Sportfest auf die Beine gestellt, das seinen Ursprung in der Wirtschaftswoche hatte. Das Engagement wurde nun ausgezeichnet.

Das Sportfest der Schule für globales Lernen (Mittelschule Oberland in Ludesch) wurde von den Mädchen und Jungen selbst – im Rahmen der „Wirtschaftswoche“ – geplant, organisiert und durchgeführt. Die Jugendlichen akquirierten Sponsoren, verhandelten, führten Buch über Einnahmen und Ausgaben, und entwarfen und diskutierten ihr eigenes Logo. Echtes Geld, echte Entscheidungen, echte Verantwortung. 

Gegenseitige Wertschätzung
Einen besonderen Aha-Moment erlebten die Schüler in dieser Woche auch durch die Auseinandersetzung mit dem Thema Würde. Jeder Mensch besitzt von Geburt an eine unverlierbare und unantastbare Würde. Sie ist an kein Geld, keine Leistung und keinen Nutzen geknüpft. Für die Schüler wird daraus eine wichtige Ergänzung zur Wirtschaftswoche: Wer wirtschaftlich handelt, trägt Verantwortung, nicht nur für Budgets, sondern für Menschen. So entsteht ein eigenes Sportfest mit der Würde als Prämisse und der Erkenntnis: „Wirtschaft ist nicht, was andere mit Geld machen. Wirtschaft ist, was ich mit meinen Entscheidungen forme.“ 

Eine Auszeichnung
Das Engagement der Lehrkräfte und Schüler beeindruckte auch die Mega-Bildungsstiftung, die das Projekt mit 1.000 Euro belohnte. „Große Veränderungen im Bildungssystem beginnen oft im Kleinen – bei engagierten Lehrkräften, die Schülern neue Wege aufzeigen“, sagt Lisa-Maria Sommer-Fein, Generalsekretärin der Mega-Bildungsstiftung. Die Stiftung will jene Lehrkräfte in den Mittelpunkt rücken, die im Schulalltag Veränderungen anstoßen. Der Fokus lag heuer auf den Themen „Chancenfairness fördern“ und „Wirtschaftsbildung“. Von insgesamt 120 Einreichungen aus ganz Österreich wurden 15 Wirkungsgeschichten aus sieben Bundesländern gewürdigt. Jede Lehrkraft erhielt 1.000 Euro, die frei für die Klasse eingesetzt werden können. (sb)