Chorsingen als gesellschaftlicher Gegenpol

Hauptversammlung des Chorverbandes Vorarlberg in Koblach

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    Die Hauptversammlung wurde vom Frauenensemble Vocalis musikalisch umrahmt.

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Foto: Chorverband Vorarlberg

Im Rahmen der Hauptversammlung des Chorverbandes Vorarlberg am 13. März wurden aktuelle Entwicklungen präsentiert und der Förderpreis 2026 verliehen.


Der mit 3.000 Euro dotierte Förderpreis des Chorverband Vorarlberg ging heuer an den jungen Vorarlberger Chorleiter und Sänger Christoph Hartmann. Da der Preisträger an diesem Abend verhindert war, wurde die Auszeichnung bereits im Vorfeld übergeben. In einer Videobotschaft bedankte sich Hartmann und zeigte sich sichtlich erfreut über die Anerkennung. Der Förderpreis würdigt gezielt junge, engagierte Persönlichkeiten im Chorwesen und unterstützt deren weitere musikalische Entwick-
lung.


In ihrem Bericht gab Geschäftsführerin Lilli Löbl einen umfassenden Überblick über die aktuelle Situation des Verbandes. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren dem Chorverband Vorarlberg 108 Chöre angeschlossen, darunter 86 Erwachsenenchöre sowie 22 Kinder- und Jugendchöre, mit insgesamt 3.398 Sängerinnen und Sängern. Die Chorszene setzt sich aus zehn Frauenchören, 19 Männerchören, 57 gemischten Chören sowie 22 Kinder- und Jugendchören zusammen. Im laufenden Jahr konnten neue Chöre begrüßt werden. Der gemischte Chor Panta Rhei Feldkirch sowie der Kinderchor Buntklang Kids Rankweil-Brederis sind seit Kurzem Mitglied des Verbands. 


Musikalisch und inhaltlich ergänzt wurde die Hauptversammlung durch Berichte von Oskar Egle, Vorsitzender des Musikbeirats, sowie von Axel Girardelli, Obmann des Chorverband Vorarlberg. „Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Verunsicherung zeigt das gemeinsame Singen seine besondere Kraft“, betonte Egle. Chorsingen schaffe Vertrauen, verbinde Menschen und wirke weit über den musikalischen Bereich hinaus. Auch Girardelli hob die Bedeutung der Chorarbeit hervor: „Unsere Chöre leisten einen unschätzbaren Beitrag zum kulturellen und sozialen Leben im Land. Dass wir weiterhin wachsen, zeigt, wie lebendig und relevant das Chorsingen in Vorarlberg ist.“ (ver)