Der letzte Vorhang in Götzis ist gefallen

Das Puppentheater Götzis schließt nach 46 Jahren seine Türen

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    Puppentheater-Gründerin Elisabeth Wolber mit einem letzten Blick zurück auf 48 Jahre Kulturgeschichte. 

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Foto: MG Götzis

Nach fast fünf Jahrzehnten schloss das Puppentheater Götzis und verabschiedete sich von seinem Publikum.

Im Herbst des vergangenen Jahres senkte sich in der Kulturbühne amBach zum letzten Mal der Vorhang für das Puppentheater Götzis. Mit der Schließung endet eine besondere kulturelle Erfolgsgeschichte, die eng mit dem Namen Elisabeth Wolber verbunden ist. Wehmütig, aber gefasst blickt die 84-jährige Gründerin auf eine ebenso schöne wie intensive Lebensphase zurück. Ihre Anfänge reichen dabei bis in die späten 1970er-Jahre zurück: Nach einem Pharmazie-Studium entdeckte Wolber ihre Leidenschaft für das Figurentheater, absolvierte eine Ausbildung im Puppenbau und vertiefte ihr Können am Figurentheater-Kolleg in Bochum. Die ersten Aufführungen fanden im privaten Umfeld und in Turnhallen statt, ehe 1983 leerstehende Räume im Götzner Vereinshaus nach einer Renovierung in Eigenregie zur festen Heimat des Puppentheaters wurden.


Seit 1979 begeisterte das Puppentheater Generationen von Kindern und Erwachsenen. Insgesamt entstanden 14 eigene Produktionen, inspiriert von Märchen und Kinderliteratur. Figuren, Kulissen, Texte und oft auch die Musik wurden in Eigenregie geschaffen, wobei die bildhafte Erzählweise stets im Mittelpunkt stand. Das Puppentheater Götzis wurde zu einer festen Größe der regionalen Kulturszene und erlangte auch überregionale Anerkennung durch Einladungen zu Festivals im In- und Ausland. Renommierte Regisseure suchten die Zusammenarbeit, zudem bereicherten Gastspiele anderer Bühnen das Programm in Götzis. Doch nach 46 Jahren ist Schluss und trotz aller Wehmut überwiegt der Stolz: Über Jahrzehnte hinweg hat das Puppentheater das kulturelle Leben nachhaltig geprägt – ein Vermächtnis, das weit über den letzten Vorhang hinauswirkt. (pd/mm)

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