Die Zukunft der Alpen im Blickfeld
Zukunftsschmiede „AlpenGlut“ traf sich um Ideen-Austausch auf der Bielerhöhe
Foto: GE_NOW-Ideenwerkstatt
Regionen müssen handeln, um zukunftsfähig zu bleiben. Hier setzte die Ideenwerkstatt „AlpenGlut – die Zukunftsschmiede“ an, die im Rahmen des Interreg-Projekts GE_NOW auf der Bielerhöhe im Montafon stattfand.
Vom 18. bis 20. Januar arbeiteten 14 Teilnehmende aus dem Brandnertal, dem Großen Walsertal, dem Klostertal-Arl-berg, dem Montafon, dem Walgau sowie aus der Region Prättigau/Davos im und um das Madlenerhaus im Silvrettagebiet auf fast 2.000 Metern Höhe. Betreut wurden sie von Expertinnen der Forschungsgruppe Tourismus und Nachhaltige Entwicklung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Die Gruppe war bewusst vielfältig – von Tourismus und Technik über Architektur und Organisationsentwicklung bis hin zu engagierten Pensionisten.
Fünf Themen kristallisierten sich dabei heraus. Es ging um die Stärkung regionaler Kreisläufe, um neue Zugänge, mit denen mehr Menschen für eine langfristig tragfähige Entwicklung gewonnen werden können, sowie um Räume zum Ausprobieren innovativer Ideen und neuer Formen der Zusammenarbeit. Ebenso wurden Ansätze zur Sicherung der Grundversorgung als Basis lebenswerter ländlicher Regionen diskutiert. Ergänzend standen Überlegungen im Raum, wie die Beziehung zur Natur bei Einheimischen wie auch bei Gästen weiter gestärkt werden kann.
Pragmatischer Blick
Die Diskussionen zeigten: dass viele Lösungen außerhalb parteipolitischer Strukturen liegen – nicht aus Verdrossenheit, sondern aus Pragmatismus. In Krisenzeiten braucht es Kontinuität und verlässliche Kooperation. Ebenso deutlich wurde: das Verantwortung nicht dauerhaft auf Freiwilligkeit beruhen darf. Ehrenamt bleibt wichtig, hat aber Grenzen. Für echte Umsetzung braucht es Strukturen und Menschen, die vorangehen und sich kümmern.
Zum Abschluss präsentierten die Teilnehmenden die entstandenen Ideen den hierfür angereisten Regionalentwickler der beteiligten Regionen und gaben wichtige Impulse für die weitere Zusammenarbeit der Regionen nach Abschluss des Projekts GE_NOW. Ziel ist, das entstandene Netzwerk zu festigen und die erarbeiteten Ansätze in konkrete nächste Schritte zu überführen. (pd)






