Einstimmiger Grundsatzbeschluss für neues Feuerwehrgerätehaus
Foto: Bernd Hofmeister
In der Sitzung der Gemeindevertretung am 18. Dezember 2025 hat die Gemeinde Nüziders einen wichtigen Meilenstein für die Zukunft der Nüziger Feuerwehr gesetzt. Nach einer ausführlichen und konstruktiven Diskussion wurde der Grundsatzbeschluss für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses einstimmig gefasst.
Das bestehende Feuerwehrgerätehaus der Ortsfeuerwehr Nüziders stammt aus den 1970er-Jahren und entspricht den Anforderungen an eine moderne, leistungsfähige Feuerwehr seit längerer Zeit nicht mehr. Neben baulichen Mängeln bestehen erhebliche Platzdefizite. Für die mittlerweile über 100 aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner sowie für Fahrzeuge, Gerätschaften und Einsatzmittel stehen nicht ausreichend Flächen zur Verfügung. Die Feuerwehr Nüziders zählt zu den größten und einsatzstärksten Feuerwehren im Bezirk und übernimmt mehrere wichtige Stützpunktaufgaben.
Nach längeren Vorarbeiten wurde 2024 ein Architekturwettbewerb ausgelobt, der Anfang 2025 abgeschlossen werden konnte. Als Siegerprojekt ging das Konzept der Architekten Peter Muxel und Wolfgang Juen hervor. In mehreren Terminen wurden gemeinsam mit Feuerwehr und Bauausschuss zentrale Projektleitlinien erarbeitet.
Besonders intensiv diskutiert wurden die Fragen der Unterkellerung des Neubaus sowie die Ausgestaltung des Schlauch- beziehungsweise Übungsturms. Als tragfähige Lösung wurde die Errichtung eines freistehenden Übungsturms festgelegt, während die Schlauchtrocknung über eine alternative technische Lösung erfolgen soll. Die aktuell geschätzten Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 10,5 Millionen Euro brutto. In diesem Betrag enthalten sind neben den Planungs- und Bauleistungen auch der Architekturwettbewerb sowie das erforderliche Ausweichquartier während der Bauphase. Von diesen Kosten sind noch die zu erwartenden Landesförderungen in Abzug zu bringen.
Der Zeitplan sieht einen Baubeginn im Jahr 2027 und eine Inbetriebnahme des neuen Feuerwehrgerätehauses im Jahr 2031 vor. Bürgermeister Florian Themeßl-Huber betont: „Mit dem einstimmigen Grundsatzbeschluss haben wir ein starkes Signal gesetzt. Das neue Feuerwehrgerätehaus ist eine Investition in die Sicherheit unserer Bevölkerung und in die Zukunft unserer Feuerwehr. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf Kostenkontrolle und transparente Projektbegleitung.“
Feuerwehrkommandant Patrick Zimmermann ergänzt: „Dieser Beschluss ist für unsere Feuerwehr von großer Bedeutung. Die enge Einbindung der Mannschaft und die konstruktiven Diskussionen haben gezeigt, dass eine funktionale und zukunftsorientierte Lösung möglich ist.“
Nächste Schritte
Nach dem Grundsatzbeschluss muss nun der Generalplanervertrag fertig ausverhandelt werden. Im Jahr 2026 soll nach Möglichkeit noch die Bauverhandlung stattfinden, damit der avisierte Baubeginn in der 2. Jahreshälfte 2027 gehalten werden kann. Auch die weitere Planung für die Errichtung des Ausweichquartiers wird fortgesetzt. (pd)







