Energieversorgung für den Notfall
Bregenz setzt wichtigen Schritt für Versorgungssicherheit
Foto: Stadt Bregenz
Die Landeshauptstadt Bregenz treibt die Absicherung ihrer kritischen Infrastruktur weiter voran.
Nachdem bereits im Dezember 2023 ein umfassendes Energieversorgungsprojekt für den Notfall beschlossen wurde, laufen nun die ersten konkreten Bauarbeiten. Der Bau des ersten neuen Pumpwerks in Neu Amerika wurde im Oktober 2025 begonnen.
Bereits 2022 wurde die Grundlage geschaffen: Ein Notstromkonzept zeigt den Bedarf an insgesamt neun Notstromanlagen – vier stationäre für die Pumpwerke Stadt, Quellenviertel und Feldmoos sowie für die ARA und fünf mobile für die Hochwasserpumpwerke. Sie sollen sicherstellen, dass im Falle eines längeren Stromausfalls weiterhin die Abwasserableitung, die Abwasserreinigung, die städtische IT sowie der Hochwasserschutz zuverlässig funktionieren.
Viermal jährlich getestet
Die Anlagen müssen mindestens viermal jährlich getestet werden; die dabei erzeugte Energie wird ins Netz eingespeist. Aktuell befindet sich das Pumpwerk Neu Amerika im Bau, die weiteren folgen sukzessive. Im Zuge der Konzepterstellung wurden auch die bestehenden Schmutzwasserpumpstationen geprüft. Die zwischen 1967 und 1974 errichteten Anlagen sind technisch überaltert und müssen umfassend saniert werden. Die Maßnahmen reichen vom Austausch der originalen Schneckenpumpen über die Höherlegung von Motoren und Steuerungen zum Schutz vor Überflutung bis hin zur Modernisierung der Mess- und Regeltechnik und zur Verbesserung der Belüftungssituation. Die geschätzten Sanierungskosten betragen rund 2,6 Millionen Euro netto und werden vom Land Vorarlberg mit 13 Prozent gefördert. Für das gesamte Notstrom- und Sanierungsprojekt wurden Investitionen in der Höhe von 4,8 Millionen Euro netto beschlossen.
„Mit diesem Projekt stellen wir sicher, dass Bregenz auch in einem Ernstfall funktionsfähig bleibt. Dass wir hier vorausschauend investieren, ist ein zentraler Beitrag zu Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität für die Menschen in Bregenz“, so Bürgermeister Michael Ritsch. (pd)






