Neuer Vereinsrekord für die Rätia
Mit zwölf Siegen in Serie sicherten sich Rätia Bludenz den Herbstmeistertitel
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In den letzten Jahren wurden die Fußballer von Rätia Bludenz bis in die 3. Landesklasse durchgereicht. Jetzt sieht der Traditionsverein aber wieder Höhen entgegen.
Mit zwölf Siegen in den ersten zwölf Spielen stellte die Rätia einen neuen Vereinsrekord auf. Diese Bilanz unterstreicht, dass der Traditionsklub, der einst sogar Vorarlbergs Farben in der Nationalliga vertreten hat, wieder auf dem Weg nach oben ist. Nach turbulenten Jahren und dem tiefen Fall in die 3. Landesklasse ist bei der Rätia wieder Stabilität eingekehrt. Mit René Kurzemann als Obmann – seit 2021 – und dem sportlichen Leiter Izet Music wurde eine neue Ära eingeleitet. Nicht zu vergessen auch Thomas Glinik, der für das Marketing zuständig ist. Der Weg, der bei der Rätia eingeschlagen wurde, ist klar: Eigene Talente fördern, sportlich wachsen und strukturell modernisieren. Ziel ist es, den Verein in den kommenden Jahren mindestens bis in die Landesliga zu führen – und das mit einem Kader, der überwiegend aus Eigenbauspielern besteht. Aktuell stammen rund 80 Prozent der Kampfmannschaft aus dem eigenen Nachwuchs.
Es fehlt an Infrastruktur
Es hapert jedoch an moderner Infrastruktur. Das Untersteinstadion feiert heuer sein 50-jähriges Bestehen, ist auch in die Jahre gekommen. Es fehlt zum Beispiel eine Flutlichtanlage. Abendtrainings sind im Herbst und Winter kaum möglich – ein Nachteil, der auch mögliche internationale Trainingslager verhindert. Dabei gäbe es Interesse: Ausländische Topklubs haben angefragt, ob sie in Verbindung mit dem benachbarten Sporthotel Val Blu ihre Vorbereitung in Bludenz abhalten könnten. Auch der Kunstrasenplatz ist ein Sanierungsfall. Seit fast 20 Jahren ist am Untergrund nichts mehr gemacht worden. Der Zustand ist entsprechend – für einen modernen Trainingsbetrieb langfristig nicht tragbar.
Jahrelang war Bludenz für sein Osterturnier bekannt, in dem der internationale Fußball-Nachwuch – mit Spitzenteams in der Alpenstadt gastierte. Für 2026 ist eine Neuauflage des Turniers geplant. Die Vorbereitungen laufen bereits. (red)






