Erster Bürgermeister der Stadt
Johann Georg Waibel führte Dornbirn zur Stadterhebung
Foto: Landesbibliothek
125 Jahre ist es heuer her, dass Dornbirn zur Stadt erhoben wurde – ein Meilenstein, der in die Amtszeit von Bürgermeister Johann Georg Waibel fällt.
1828 in Dornbirn geboren, verließ Waibel das Ländle aus Studiengründen und promovierte 1856 in Wien zum Doktor der Humanmedizin. 1859 eröffnete er eine eigene Praxis in Höchst, ehe Waibel 1863 in seine Heimatstadt Dornbirn zurückkehrte und 1866 zum Gemeindearzt gewählt wurde. Bereits ein Jahr später zog er in den Gemeindeausschuss ein, bevor er 1869 zum Bürgermeister ernannt wurde. Am 19. Oktober 1908 erlitt er als amtierender Bürgermeister einen Schlaganfall, an dessen Folgen er drei Tage später verstarb.
Mit 39 Jahren im Amt ist Waibel damit bis heute der am längsten amtierende Bürgermeister Dornbirns. Unter seiner Führung wurden zahlreiche wichtige Projekte umgesetzt: der Ausbau von Spitals- und Schulwesen, der Bau des Kraftwerks Ebensand sowie 1902 die Eröffnung der Elektrischen Eisenbahn Dornbirn–Lustenau. Höhepunkt seiner Amtszeit war zweifellos die Erhebung Dornbirns zur Stadt am 21. November 1901. Für seine Verdienste wurde Waibel auch zum ersten Ehrenbürger der Stadt ernannt.
Waibel war aber nicht nur ein engagierter Politiker, sondern auch ein Mann mit vielseitigen Interessen: Schon als Arzt engagierte er sich für die Volkswirtschaft und die gesellschaftliche Entwicklung der Stadt. Nach seinem Tod 1908 wurde ihm zu Ehren eine Straße benannt und 1910 ein Denkmal neben dem Rathaus errichtet. Heute erinnert die Dr.-Waibel-Straße sowie das Denkmal an einen Bürgermeister, der Dornbirn über vier Jahrzehnte entscheidend geprägt hat.
125 Jahre Dornbirn
Vor 125 Jahren wurde Dornbirn zur Stadt erhoben. Anlässlich des Jubiläums blickt der Anzeiger in diesem Jahr regelmäßig auf die Geschichte der Stadt Dornbirn zurück. (mm)







