Ein Mann mit Brille und Bard lächelt.

Mario Beib

Gleich ist irgendwie eine Frage der Definition ...


Hunde haben es nicht leicht. Für die einen sind sie laut, gefährlich und fabrizieren 24/7 Tretbomben. Für die anderen sind sie die liebsten und treuesten Freunde des Menschen und gelten als gleichberechtigtes Familienmitglied.


Halfen sie den Menschen in Urzeiten noch bei der Jagd und beim Schutz von Familie oder Sippe und waren so ein mehr oder weniger lebenswichtiger Bestandteil der Lebensgemeinschaft Mensch-Hund. Dieser Part wird heute von Jagd-, Schutz- und Spür- und Polizeihunden übernommen. Sie dienen auch als Assistenzhunde in vielen verschiedenen Bereichen und machen dadurch das Leben für viele Menschen einfacher und sicherer. Und wenn sie dann noch alle brav an der Leine geführt werden, ist das eine Win-win-Situation.


Vor allem auch für die Kommunen. Muss doch jeder Hundebesitzer eine „Hundesteuer“ an selbige zahlen. Und die wurde in Feldkirch jetzt erhöht. Ein Skandal finden einige.


Fast ebenso lange ist die Katze ein Begleiter des Menschen. War auch sie anfangs ein Nutztier (schützte etwa das Getreide vor Ratten, Mäusen und sonstigen Dieben), darf sie sich heute eines recht selbstständigen Lebens innerhalb von Familien oder bei Singles erfreuen. Sie bewegt sich frei. In der Wohnung als auch in „freier Wildbahn“. Verrichtet sie ihre Notdurft, beschwert sich niemand. Egal, wo sie das tut. Und Steuern für sie werden auch nicht verlangt. Ein sehr privilegiertes Leben.


Sicherlich, die „Hundesteuer“ kann die Stadtfinanzen nicht sanieren, doch sie ist zumindest ein kleiner Baustein. Warum also nicht auch eine „Katzensteuer“?


Wäre ich Hund, ich würde mich als Katze definieren.

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