Rhesi-Projekt noch zeitgemäß? Wenn Entscheidungen vor 15 Jahren gut und richtig waren, sind sie heute unter Umständen falsch. Den Rhein auszubauen auf 4.300 m³/s Abfluss ist gut, aber wichtig? Nach 15 Jahren darf man schon fragen: Ist ein Ausbau mit Dammabrückung noch erforderlich, wo nachweislich (VOL.at am 2.7.2025) immer weniger Wasser im Rhein fließt? Sind 342 Hektar mehr Kies-, Schlick- und Flussfläche noch zeitgemäß, angesichts der Klimaerwärmung beziehungsweise Temperaturanstieges? Muss man einen Fluss, der nachweislich immer weniger Wasser führt, noch zum Teil um das fünffache Verbreitern, wenn es andere Vorschläge der Renaturierung und der Sicherheit gibt? Mit 1 Milliarde Euro (in etwa Kosten von Abschnitt 1) könnte man vielleicht auch Wichtigeres machen! Zum Beispiel (VN 13.3.2025) für den Hochwasserschutz verstärkt regionale Maßnahmen durchführen, da großflächige Hochwasser wie an der Donau (sprich Rhein) weniger betroffen sind, lokale Starkregenereignisse jedoch deutlich zunehmen. Dazu Worte des 1. Schweizer Rheinbauleiters J. Wey vor 120 Jahren, die heute noch Gültigkeit haben: „Ein hartnäckiges Festhalten an einer vorgefassten Meinung, selbst an einem Vertrage, wenn er infolge veränderter Verhältnisse als unzweckmäßig oder verfehlt erscheint, ist nicht nur nicht motiviert, sondern verdient verurteilt zu werden!“ Ist das aktuelle Rhesi-Projekt noch Zeitgemäß?
Offene Fragen bleiben Als Anrainerin habe ich das UVP-Gutachten zur geplanten Abfallmitverbrennungsanlage „Energieautonomie Frastanz“ gelesen. Dabei fällt auf, dass zwar ausführlich beschrieben wird, wie Grenzwerte eingehalten und Emissionen kontrolliert werden sollen, die entscheidende Frage aber unbeantwortet bleibt: Warum liegt dieses Projekt im öffentlichen Interesse? Wo wird nachvollziehbar dargelegt, dass Vorarlberg zusätzliche Verbrennungskapazitäten benötigt? Welchen konkreten Nutzen haben Bevölkerung und Gemeinden? Stattdessen entsteht der Eindruck, dass vor allem die Energieversorgung eines Industriebetriebes im Mittelpunkt steht. Verwunderlich ist auch, dass einerseits von Abfällen ohne gefahren-relevante Inhaltsstoffe gesprochen wird, andererseits aber regelmäßige Untersuchungen auf PFAS, PCB, PAK und Schwermetalle vorgesehen sind. Kontrolle und Monitoring sind wichtig. Sie können jedoch eine vorsorgliche Prüfung nicht ersetzen. Der Eindruck entsteht, dass offene Fragen nicht ausreichend geklärt, sondern in die Zukunft verschoben werden: zuerst genehmigen, später messen.
Rhesi-Projekt noch zeitgemäß? Wenn Entscheidungen vor 15 Jahren gut und richtig waren, sind sie heute unter Umständen falsch. Den Rhein auszubauen auf 4.300 m³/s Abfluss ist gut, aber wichtig? Nach 15 Jahren darf man schon fragen: Ist ein Ausbau mit Dammabrückung noch erforderlich, wo nachweislich (VOL.at am 2.7.2025) immer weniger Wasser im Rhein fließt? Sind 342 Hektar mehr Kies-, Schlick- und Flussfläche noch zeitgemäß, angesichts der Klimaerwärmung beziehungsweise Temperaturanstieges? Muss man einen Fluss, der nachweislich immer weniger Wasser führt, noch zum Teil um das fünffache Verbreitern, wenn es andere Vorschläge der Renaturierung und der Sicherheit gibt? Mit 1 Milliarde Euro (in etwa Kosten von Abschnitt 1) könnte man vielleicht auch Wichtigeres machen! Zum Beispiel (VN 13.3.2025) für den Hochwasserschutz verstärkt regionale Maßnahmen durchführen, da großflächige Hochwasser wie an der Donau (sprich Rhein) weniger betroffen sind, lokale Starkregenereignisse jedoch deutlich zunehmen. Dazu Worte des 1. Schweizer Rheinbauleiters J. Wey vor 120 Jahren, die heute noch Gültigkeit haben: „Ein hartnäckiges Festhalten an einer vorgefassten Meinung, selbst an einem Vertrage, wenn er infolge veränderter Verhältnisse als unzweckmäßig oder verfehlt erscheint, ist nicht nur nicht motiviert, sondern verdient verurteilt zu werden!“ Ist das aktuelle Rhesi-Projekt noch Zeitgemäß?