Nachts keine Ambulanz mehr

Anpassung der Öffnungszeiten am Landteskrankenhaus Hohenems

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    Das Landeskrankenhaus Hohenems stellt mit Anfang Juli die nächtliche Ambulanz-Versorgung ein.

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Foto: Stiplovsek Dietmar

Ab Juli ist die Ambulanz am Landeskrankenhaus Hohenems nur noch von 7 bis 21 Uhr geöffnet.

Mit 1. Juli werden die Öffnungszeiten am Landeskrankenhaus Hohenems angepasst. Künftig ist die Versorgung für Selbstzuweiser täglich von 7 bis 21 Uhr möglich, ab 21 Uhr bleiben die Ambulanzen geschlossen. In der Nacht werden Patienten an die Krankenhäuser in Bregenz und Feldkirch sowie das Krankenhaus in Dornbirn verwiesen. Als Grund nennt die Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft die geringe nächtliche Auslastung bei gleichzeitig hohem Personalaufwand. Laut Geschäftsführer Gerald Fleisch können die umliegenden Spitäler die zusätzlichen Patienten mit
ihren bestehenden Kapazitäten übernehmen. Rettungsorganisationen bringen Notfälle weiterhin direkt in jenes Krankenhaus, das für die jeweilige Behandlung am besten geeignet ist. Auch in Hohenems bleibt rund um die Uhr eine Notfallstruktur bestehen. Die Portierloge ist ständig besetzt, bei akuten medizinischen Notfällen wird sofort das interne Notfallteam alarmiert. Nach der Erstversorgung erfolgt dann der Transport in ein anderes Krankenhaus.

In den sozialen Medien wird die Entscheidung unterschiedlich aufgenommen. Während einige Verständnis für den Schritt zeigen, kritisieren andere den Abbau der wohnortnahen Versorgung. Die Krankenhausbetriebsgesellschaft sieht die Maßnahme jedoch als notwendig, um die Spitalsversorgung in Vorarlberg langfristig sicherzustellen. (pd/mm)