Mehr Digitalisierung und Ausbau
Beim Container-Terminal in Wolfurt soll Güterverkehr effizienter abgewickelt werden
Foto: Media Pocket/Paulitsch
Mit dem Ausbau des Containerterminals Wolfurt, der Digitalisierung der Zollabfertigung und gezielten Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur setzt das Land Vorarlberg gemeinsam mit den zuständigen Partnern wichtige Schritte zur Stärkung des Wirtschafts- und Logistikstandortes.
Ziel ist es, den Güterverkehr effizienter abzuwickeln, die Verlagerung auf die Schiene weiter voranzutreiben und gleichzeitig die Bevölkerung entlang der betroffenen Verkehrsachsen spürbar zu entlasten. „Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung für einen starken Wirtschaftsstandort. Gleichzeitig müssen wir dort, wo Verkehr entsteht, die Belastungen für die Bevölkerung so gering wie möglich halten. Genau diese Ziele verfolgen wir mit den nun laufenden Maßnahmen“, betonen Landesstatthalter Christof Bitschi und Wirtschaftslandesrat Marco Tittler. Der Containerterminal Wolfurt ist der wichtigste Umschlagplatz für den kombinierten Güterverkehr in Vorarlberg und weit über die Landesgrenzen hinaus von zentraler Bedeutung. Die ÖBB-Infrastruktur AG plant deshalb eine schrittweise Erweiterung des Terminals.
Bereits bis 2029 werden zusätzliche Fernsteuerstände eingerichtet, ein dritter Portalkran in Betrieb genommen sowie moderne Videogates installiert. Dadurch können Bahn- und LKW-Abfertigungen deutlich beschleunigt und die Kapazität bereits in einer ersten Ausbaustufe erhöht werden.
In einer weiteren Ausbaustufe ab Anfang der 2030er-Jahre sind vier zusätzliche Gleise sowie zwei weitere Portalkräne vorgesehen. Damit soll die Kapazität des Terminals nahezu verdoppelt werden.
„Smart Border Austria“
Parallel zum Ausbau des Güterterminals wird derzeit die Digitalisierung der Zollabfertigung umgesetzt. Mit dem Projekt „Smart Border Austria“ werden die bisherigen papierbasierten Abfertigungsprozesse durch digitale Verfahren ersetzt. Die notwendigen Umbauarbeiten an den Grenzzollstellen laufen bereits. Derzeit fahren durchschnittlich rund 600 LKW pro Tag das Zollamt Wolfurt an. Diese Zahl soll sich nach Umsetzung der digitalen Zollabwicklung deutlich reduzieren.
Begleitend zur Digitalisierung und zum Ausbau des Güterterminals werden auch die notwendigen Straßeninfrastrukturmaßnahmen vorangetrieben. Geplant ist unter anderem der Umbau des Kreisverkehrs Dornbirn Nord zu einer leistungsfähigeren Kreuzung mit Ampel. Parallel setzt sich das Land weiterhin für den raschen Ausbau der Halbanschlussstelle Wolfurt-Lauterach zu einem Vollanschluss ein. (pd/red)







