Neues zum Bodensee-Vergissmeinnicht

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Foto: Markus Grabher

Das Bodensee-Vergissmeinnicht ist eine botanische Besonderheit: Die seltene Pflanze kommt weltweit nur rund um den Bodensee vor. Am Mehrerauer Seeufer befindet sich einer ihrer wichtigsten Lebensräume. Dort ist sie an die natürlichen Wasserstandsschwankungen des Sees angepasst. Regelmäßige Überschwemmungen halten konkurrenzstarke Pflanzen zurück und schaffen so Raum für die seltene Art. Zu frühes oder lang anhaltendes Hochwasser kann hingegen ihre Blüte und Samenbildung beeinträchtigen. Seit mehr als 20 Jahren wird die Entwicklung des Bodensee-Vergissmeinnichts am Mehrerauer Seeufer beobachtet.

Monitoringbericht 2025 
Der Monitoringbericht 2025 zeigt die Folgen des ungewöhnlich langen Sommerhochwassers 2024: Im Frühjahr 2025 wurden rund 7.000 Pflanzen gezählt – deutlich weniger als die rund 20.000 Exemplare im Vorjahr.

Die niedrigen Wasserstände im Frühjahr 2025 boten anschließend gute Bedingungen. Zur Hauptblütezeit Mitte April konnte das Vergissmeinnicht gut blühen und Samen bilden. Erste Beobachtungen im Herbst deuteten bereits auf eine Erholung der Bestände hin.

Die seltene Art erhielt 2025 zusätzliche Unterstützung am Bilgeriloch. In einer Gärtnerei wurden dafür Jungpflanzen vermehrt und anschließend dort gepflanzt. Die Pflanzen entwickelten sich gut und waren bis zum Jahresende noch vorhanden.

Der vollständige Monitoringbericht 2025 ist auf der Website der Landeshauptstadt Bregenz einsehbar.