Rhesi: Staffelstab wird an Behörden übergeben
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Das Hochwasserschutzprojekt Rhesi soll im März 2026 den Behörden in der Schweiz und Österreich zur Bewilligung vorgelegt werden. Kürzlich wurden rund 200 Vertreter beider Länder über den aktuellen Stand informiert.
Seit dem letzten Werkstattbericht im November 2022 wurde das Mitwirkungsverfahren durchgeführt. Über 400 Anträge wurden geprüft und teils in die Planung aufgenommen. Der vierte Staatsvertrag zwischen Österreich und der Schweiz wurde im Mai 2024 unterzeichnet und regelt seit Juli 2025 die Finanzierung. Die Rheinregulierung modernisiert zudem ihre Strukturen und stellt sich zukunftsgerichtet auf. Markus Mähr, interimistischer Geschäftsführer der Internationalen Rheinregulierung, verglich das Projekt mit einem Staffellauf: Die Einreichung zur Genehmigung im März 2026 sei die Übergabe des Staffelstabs an die Behörden. Die planerische Arbeit gehe aber auch danach weiter. Das Verfahren ist im Kanton St. Gallen ein Novum. Das neue „Rhesi-Gesetz“ sieht einen konsolidierten Bewilligungsprozess vor. In Österreich existiert ein vergleichbares Verfahren mit der Umweltverträglichkeitsprüfung.
Rund 630 Dokumente wurden erstellt. Die Projektleitung koordiniert auch Drittprojekte, etwa zu Strom- und Gasleitungen. Die Rheinvorländer wurden auf PFAS untersucht. Weitere Abklärungen sind nötig, verbindliche Grenzwerte für Böden fehlen bislang aber noch. Die Aufweitung des Rheins soll den Hochwasserschutz verbessern, Lebensräume für Flora und Fauna schaffen und die Aufenthaltsqualität für die Bevölkerung erhöhen. Geplant sind 13 parkähnliche Aufenthaltsräume mit Zugang zum Wasser, Sitzgelegenheiten und Liegewiesen. Ab Frühjahr 2026 tourt ein Rhesi-Bauwagen mit Mini-Ausstellung durch das Rheintal. Premiere ist Ende April 2026 an der RHEMA in Altstätten. (pd)






