Schnifner Zeitzeugen begeistern Publikum

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Foto: Gemeinde

Drei Zeitzeugen mit ihren Lebensgeschichten füllen inzwischen den Laurentiussaal in Schnifis bis auf den letzten Platz – so geschehen am vergangenen Sonntagnachmittag. Die Mitglieder des Zeitzeugen-Teams präsentierten die Zusammenfassungen der drei Interviews wiederum auf professionelle Weise.
Maria Amann erzählte als erstes von ihrer Kinder- und Jugendzeit am Dünserberg, die mit dem Tod der Mutter bei ihrer Geburt einen schlimmen Anfang nahm. Ihre Kochkünste setzte sie bereits im frühen Jugendalter für die Bauarbeiter der Dünser Seilbahn und der Dünserberger Straße ein. Spannend auch die Zeit als Fremdenzimmer-Vermieterin in den 1970er-Jahren. Das Ergebnis ihres Hobbys als Kunststickerin ist heute noch in der Pfarrkirche in Form wunderschöner Altartücher ersichtlich. Am Ende des Interviews waren die meisten Besucher völlig überrascht von der abwechslungsreichen Lebensgeschichte dieser bescheidenen Frau. Im zweiten Interview ging Norbert Amann, heute wohnhaft in Frastanz, auf seine Entwicklung vom Bauernsohn zum führenden Mitarbeiter der Baufirma Gort ein. Neben mehr als 100 Bauten von Einfamilienhäusern leitete Norbert auch viele Großbaustellen, wie etwa den Bau der Felsenaustraße Ende der 1970er-Jahre. Den Schnifnern blieb er viele Jahre durch seine Mitgliedschaft bei der Gemeindemusik und beim Fischereiverein als Bauchef des Fallersees verbunden. Hautnah hat Mizzi (Maria) Berchtel noch den Krieg in ihrer Geburtsstadt Laa a.d.Thaya direkt an der tschechischen Grenze erlebt. Die zerbombten Häuser kamen ihr bei den aktuellen Bildern aus der kriegsgeschädigten Ukraine wieder besonders negativ in Erinnerung. Ihre Fähigkeiten als gelernte Schneiderin setzte sie nach ihrer Übersiedelung nach Vorarlberg sowohl bei ihren Nähkursen im ganzen Walgau und Walsertal als auch als spontane Fasnatkleider-Entwerferin ein. Sogar mit 67 Jahren konnte sie bei einer Reise nach Ecuador in der Missionsstation von P. Georg Nigsch den Einheimischen noch Nähtipps geben. Zwischen und nach den Interviews umrahmte die Oberkrainer-Revival-Band der Gemeindemusik den Nachmittag musikalisch. Die Bewirtung lag in der bewährten Hand des Kulturausschusses der Gemeinde Schnifis.
Alles in allem wiederum eine äußerst abwechslungsreiche Veranstaltung mit ausschließlich positiven Rückmeldungen der zahlreich erschienenen Gäste.
Der nächste Nachmittag ist bereits für kommenden März geplant. Chapeau an das Zeitzeugenteam unter der Leitung von Renate Veith-Berchtel. (pd)

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