Inklusion in der Arbeitswelt
Zero-Projekt-Unternehmensdialog zeigt erfolgreiche Praxisbeispiele
Foto: Stadt Bludenz/Patrik Säly
Bei der Veranstaltung im Headoffice von Jäger Bau diskutierten rund 80 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Sozialorganisationen über Chancen, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren einer inklusiven Arbeitswelt.
Die Stadt Bludenz beschäftigt aktuell 334 Mitarbeiter, davon acht Personen mit einem Feststellungsbescheid (=Grad der Behinderung). Sie arbeiten in Verwaltung, Reinigung, Kinderbetreuung und Straßenreinigung. Die Erfahrungen sind durchwegs positiv. Besonders wichtig ist die externe Begleitung durch Organisationen wie NEBA, Caritas oder Dafür. Genau darum ging es bei der Jahrestagung.
Das Zero Project ist eine internationale Initiative der Essl Foundation, die sich weltweit für den Abbau von Barrieren für Menschen mit Behinderungen einsetzt. Die Organisation identifiziert und prämiert erfolgreiche inklusive Projekte und Lösungen – von innovativen Arbeitsmodellen bis hin zu neuen Zugängen in Bildung und Digitalisierung.
Ziel ist es, funktionierende Beispiele sichtbar zu machen, zu verbreiten und Unternehmen wie öffentliche Einrichtungen zu ermutigen, selbst Schritte Richtung Inklusion zu setzen.
In Österreich werden dazu jährlich Zero-Projekt-Unternehmensdialoge veranstaltet, die Best Practices präsentieren und den Austausch zwischen Betrieben, Politik und Fachorganisationen stärken. Die Leit-
idee lautet: Eine Arbeitswelt ohne Barrieren ist möglich – wenn alle gemeinsam daran arbeiten.
„Inklusion gelingt, wenn Verantwortung geteilt wird – zwischen Unternehmen, Mitarbeitenden und professionellen Partnern wie NEBA oder der Caritas. Wir alle profitieren von einem Arbeitsumfeld, in dem Vielfalt Normalität ist“, betonte Bürgermeister Simon Tschann. Landesrat Marco Tittler unterstrich in seinem Statement: „Wir wollen nicht nur Quoten erfüllen, sondern echte Chancen schaffen – für Menschen mit Behinderungen, für Betriebe und für unsere gesamte Region Vorarlberg. Inklusion ist eine Investition in die Stärke unserer Wirtschaft.“ (pd)






